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Assam und Darjeeling: Indien ein Teepradies

Indien ist über 3000 Quadratkilometer groß und zählt daher zu den größten Ländern der Erde. Seine Einwohner aus den verschiedensten Kulturen und Ethnien machen es zu dem wohl vielfältigsten Land der Erde, und außerdem zu dem zweitgrößten, was die Einwohnerzahl anbelangt. Die vielen unterschiedlichen Völker sprechen über hundert verschiedene Sprachen und prägen auch die religiöse Vielfalt des Landes. Indien ist das Land der Gegensätze, der bunten Farben und der Gerüche. Gerade Europäer die Indien bereist haben sprechen davon, niemals zuvor Vergleichbares erlebt zu haben.

Yoga und Ayurveda
Fasziniert ist jeder von diesem einzigartigen Land – gerade weil die Reise nach Indien, die als Entdeckungsreise in ein fremdes Land begann, für viele Touristen in einer Reise zu sich selbst endet. Nicht von ungefähr galt eine Indienreise gerade für Europäer seit jeher als eine sehr außergewöhnliche und spirituelle Erfahrung. Immer interessanter werden heutzutage auch die Einflüsse Indischer Traditionen wie beispielsweise Yoga oder Ayurveda für die Menschen der westlichen Welt.

Indien als Land des Tees
Gleichzeitig ist Indien auch ein Land des Tees und der Teekultur. Seit über ungefähr 180 Jahren wird dort Tee angebaut. Ursprünglich brachten Forscher aus England die ersten Teepflänzchen aus China in die indische Stadt Kalkutta, von wo aus sich der Teeanbau schnell auf weitere Gebiete des Landes ausbreiten sollte. Kurze Zeit später wurde im Regenwald Assams eine indische Variante der Teepflanze, die so genannte Thea-Assamica-Pflanze entdeckt. Wenig später florierte dort im Norden Indiens der Anbau und Export des Assam Tees.

Der Assam Tee ist ein Schwarzer Tee mit einer würzigen, leicht malignen Geschmacksnote, die sich vor allem in England größter Beliebtheit erfreut. Das Assam-Teegebiet verläuft über 600 Kilometer entlang des Brahmaputra-Flusses und ist das bekannteste Teeanbaugebiet der Welt. Im Vorland des Himalayas entstand ein weiteres Teeanbaugebiet. Die Darjeeling-Region gab dem populären Darjeeling-Tee seinen Namen. Auf bis zu 2000 Metern Höhe wachsen die Teepflanzen und werden von dort aus in alle Welt exportiert. Touristen können dort noch heute mit einer alten Schmalspureisenbahn durch die traditionellen Teegärten fahren.

Eine Besonderheit des Teeanbaus in Indien sind der biologische Anbau und die äußerst großflächig angelegten Teegärten. Um diese Teegärten herum bilden sich Dorfgemeinschaften, die sogar teilweise privat geleitet werden. Die Dörfer werden von Pflückerinnen, Fabrikarbeitern und ihren Familien bewohnt.

Die Teegärten und ihre angrenzenden Dörfer sowie die atemberaubende Naturkulisse, die sie umgibt sind äußerst sehenswert und bieten einen guten Rahmen für eine Rundreise durch diese Gebiete Indiens.

One thought on “Assam und Darjeeling: Indien ein Teepradies

  1. Teaworld

    Der Assam Tee klingt traumhaft. Muss ich unbedingt mal probieren. Danke für den tollen Tipp 🙂

    LG,
    Moni

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