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Byron Bay

Schon wenige Tage nach meiner Ankunft in Brisbane nahm mich mein australischer Mitbewohner in seinem Auto nach Byron Bay mit. Byron Bay liegt ca. 170 km von Brisbane entfernt und ist berühmt für seinen Strand, den Leuchtturm und die Hippie- und Surfer-Atmosphäre. Das Städtchen ist besonders beliebt bei Backpackern, die die relaxte Atmosphäre und die ewigen, weißen Sandstrände schätzen. Auch als ich dort war, säumten zahlreiche Jucy-Campervans die Straße. Berühmt ist Byron Bay auch für zahlreiche Festivals aus den Bereichen Musik, Film und Literatur. Dieses Jahr fand dort zum ersten Mal das Boomerang-Festival statt, das sich ganz dem Thema contemporary Aboriginal music verschrieben hat. Byron hat also sehr viel zu bieten und erwähnt man das Städtchen in einem Gespräch, bekommt man mit Sicherheit ein “Aaaah Byron” und ein verträumtes Lächeln zur Antwort. Meine Erwartungen waren also hoch… und sie wurden nicht enttäuscht!

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Der Blick, der sich mir bot, als wir vom Parkplatz zum Strand gingen, war einfach fantastisch. Wohin man schaut, rechts oder links, einfach nur weißer Sandstrand, Palmen und der Ozean. So hatte ich mir Australien vorgestellt. Der Strand war unglaublich sauber (da habe ich in Europa schon andere Dinge gesehen) und bestand aus traumhaft tiefem Sand. Das Wasser sah ebenfalls traumhaft aus – allerdings noch viel zu kalt für mich 😉 Aber es war ja erst Juli, d.h. australischer Winter. Trotzdem: meine brasilianischen Mitbewohner schafften es ins Wasser. Ich ging derweil spazieren und entdeckte in den Klippen eine sich genüsslich sonnende Python – meine erste Begegnung mit der berühmt gefährlichen Fauna Australiens. Wobei Pythons wahrscheinlich zu den harmloseren Tieren gehört – schließlich sind sie nicht giftig, sondern töten ihre Beute durch Würgen. Das beruhigte meine Mutter aber nicht wirklich, als ich ihr (wohlwissend) ein Foto von der Schlange schickte 😉

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Dann war es Zeit für das Mittagessen und wir setzten uns in das große, offene Restaurant gleich vor dem Strand. DAS sollte meine erste Begegnung mit den teils sehr teuren Preisen Australiens werden 😉 Dazu muss aber gesagt werden, dass die Portionen wenigstens relativ groß waren und gut schmeckten.
Gestärkt ging es weiter mit dem Auto zum Leuchtturmtrail. Beginnend an einem sehr verlassenen, aber traumhaften Strand, windet sich ein Pfad durch Regenwald auf den Berg hinauf, auf dem ein Leuchtturm steht. Der Pfad ist wirklich traumhaft und bietet wunderschöne Blicke auf Byron Bay. Oben angekommen bot sich mir ein spektakuläres Panorama über die ganze Gegend. Wir hatten auch Glück und konnten unzählige Wale im Ozean entdecken.

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Schließlich machten wir wieder uns auf den Weg nach unten. Kurz vor dem Parkplatz lachte uns ein öffentlicher Grillplatz an und ohne viel Absprache stand sofort fest, dass wir hier grillen werden. Wir fuhren also schnell in den nächstgelegensten Woolies (kurz für Woolworths, eine Supermarktkette hier) und kauften alles Nötige ein. Das wurde schnell teuer, schließlich brauchten wir ja auch Grillbesteck, Essensbesteck, Teller, Öl etc. Unsere Rechnung (für 4 Personen) betrug stolze $68 – das sind 47€!!! Wobei gesagt werden muss, dass wir bei der Qualität des Fleisches wirklich nicht gespart haben und auch bei der Wahl unserer Beilagen. Also schnell zurück zum Strand, Grill anwerfen, Öl darauf, Steaks würzen und los gehts. Das Timing war perfekt, denn es ging gerade die Sonne unter. Ich muss sagen, dass ist bis jetzt eine meiner schönsten Erinnerungen aus Australien, und ich glaube, das Foto unten sagt mehr als tausend Worte. Das teure Fleisch war jeden Cent wert, ebenso wie das spezielle Bäckerbrot, der Nudel- und der Couscoussalat – es schmeckte einfach himmmlisch 🙂 Spät in der Nacht machten wir uns dann auf den Heimweg – ich war sehr froh, dass ich mir eine Jacke eingepackt hatte. In der Nacht wird es im Juli doch ziemlich kühl.

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Das wars wieder von mir 🙂 Liebe Grüße, Eure Marion

 

 

 

 

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