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Cairns und Great Barrier Reef

Nach dem kalten und verregnetenTorquay im Süden ging es für mich endlich wieder in den tropischen Norden: Cairns, das Tor zum Great Barrier Reef. Als ich aus dem Flugzeug ausstieg, traf mich sofort der Hitzeschlag: 32°C und sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Da meine Couchsurfing-Gastgeberin mich erst am nächsten Tag beherbergen konnte, hatte ich eine Nacht im Nomads Hostel (Serpent) gebucht. Praktischerweise war ein Airporttransfer im Zimmerpreis inkludiert.

Um $17 hatte ich ein Bett in einem gemischten 8-Betten-Zimmer bekommen, inklusive Frühstück. Das Nomads Hostel in Cairns ist sehr zu empfehlen – es ist sauber, ruhig und es wird sehr viel angeboten (gratis Cocktail bei Ankunft, gratis Regenwald-Spaziergänge, Tischtennis, Movie Night). Abendessen gibt’s um $3 (an dem Abend gab es Nudeln) und wenn man sich was zu trinken kauft, kriegt man das Abendessen sogar gratis.

Nun zu Cairns: Die Stadt ist ziemlich klein – nicht nur von der geographischen Größe her, sondern auch was die Häuser betrifft. Cairns besteht hauptsächlich aus einstöckigen Einfamilienhäusern. Nur an der Strandpromenade, der Esplanade, ragen ein paar Hotels hoch, aber niemals zu hoch. Mir persönlich hat das Städtchen dennoch nicht wirklich gefallen – mit Ausnahme von der Lagoon. Ähnlich wie in Brisbane gibt es in Cairns einen riesigen Swimming Pool mit Sandstrand, hier direkt am Meer. Das Wasser hatte zwar die gleiche Temperatur wie die Luft, aber dennoch ist die Lagoon sehr empfehlenswert. Zu dem Zeitpunkt, wo ich dort war, haben sogar einige Bands am Ufer gespielt.

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Außer der Lagoon gibt es in Cairns nicht wirklich viel zu tun… Der lokale Obstmarkt ist gut für einige Schnäppchen (wobei nicht so extrem wie der in Brisbane oder Melbourne). Den Night Markets konnte ich dagegen nicht viel abgewinnen – viel Kitsch und Touristensouvenirs.

Hat man noch keinen Regenwald gesehen, sollte man mindestens einen Ausflug in die Botanical Gardens unternehmen. Der Regenwaldweg ist schön zu gehen und eine gute Gelegenheit gratis Mangos zu sammeln 😉 Mit meiner Gastgeberin war ich auch im Nationalpark schwimmen: Dort gibt es nämlich einige Creeks mitten im Regenwald, in denen man sich abkühlen kann.

Hat man Geld, kann man einen Ausflug zum Cape Tribunation unternehmen oder mit der Sky Rail über den Regenwald schweben. Ich hatte in meiner Zeit in Brisbane aber schon genug Regenwald gesehen 😉

Mich lockte eher das Great Barrier Reef. Schon vor einiger Zeit hatte ich auf www.bookme.co.nz (einer Seite ähnlich wie www.groupon.com)  einen vielversprechenden Deal entdeckt: eine Tagestour auf einem alten Segelboot, stilecht aus Holz, mit zwei Schnorchelmöglichkeiten im Great Barrier Reef, inklusive Equipment, Morgentee/-kaffee, Mittagessen, Getränken und Nachmittagssnacks. Und das um $99. Die Tour stellte sich als absoluter Glücksgriff heraus. Wir waren nur ca. 15 Leute (es passen max. 20 auf das Boot), während sich auf den anderen Schiffen, die an uns vorbeizogen, bis zu 250 Leuten tummelten! Ich fand es auch viel gemütlicher langsam (und ohne allzu lautes Motorgedröhn) über den Ozean zu fahren als die ganzen Schnellboote. Und das Argument des Kapitäns: Alle Touristen auf den anderen Schiffen fotografierten uns auf dem „Piratenschiff“, während keiner von uns die hässlichen Schnellboote fotografierte 😉

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Den ersten Schnorchelort erreichten wir vor dem Mittagessen. Es war sehr wellig und ich war froh um die Schwimmnudel, die man sich auf dem Boot ausleihen konnte. Das Riff war ziemlich groß und schön (auch wenn mir persönlich Fiji besser gefallen hat – mehr Fische und bunter). Ich selbst habe keinen Hai gesehen, aber andere in der Gruppe haben einen gesichtet (wie auch eine Schildkröte). Das Mittagessen war reichlich: es gab viele verschiedene Salate, Kartoffeln, Aufschnitt (Roast Beef, Salami, Schinken, Truthahn), Brot, kalte Hühnchenschenkel und kalten Nudelsalat.

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Dann ging es zum zweiten Schnorchelplatz, namens Aquarium. Das ist eine Sandbank mitten im Ozean (man kann stehen!) und normalerweise sind dort ziemlich viele Fische zu sehen. Da es an dem Tag ziemlich windig und wellig war, waren nicht so viele Fische da, aber es war trotzdem schön. Auf der Rückfahrt gab es frische Früchte, Kuchen und eine Käseplatte – es mangelte also an nichts.

Alles in allem ein perfekter Schnorcheltrip. Das Boot heißt übrigens Falla, falls ich den Trip jemandem schmackhaft gemacht habe 😉 Wirklich sehr zu empfehlen.

Mit diesem tollen Erlebnis ließ ich Cairns hinter mir und fuhr mit dem Bus die Ostküste hinunter (Hop on, hop off mit Premier Bus, Cairns-Sydney: $295). Erster Stop Airlie Beach.

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