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Chapada Diamantina TrekkingChapada Diamantina Trekking

Von Salvador aus bin ich gemeinsam mit einem Trekking Guide, den ich zufällig auf dem Hinflug nach Salvador kennen gelernt hatte, mit dem Nachtbus nach Lencois und von da aus nach Capao gefahren. Capao ist eine Art “Base Camp” für die meisten Treks, die in den Nationalpark starten. Vor allem zu dem beliebten Tagestrek zum Cachoeira de fumaca, dem höchsten Wasserfall Brasiliens. Das kleine Dorf ist übersiedelt mit Althippies, besteht quasi nur aus einem großem Platz und einer Straße mit Supermärkten und netten Cafés und Restaurants.From Salvador I went together with a trekking guide (I met by chance on the plane) on a night bus to Lencois and from there to Capao. Capao is a kind of a base camp for most of the treks leading into the national park. Especially to the famous day treks to the Cachoera de fumaca, the highest waterfall of Brazil. The small village is over settled with old and young hippies and contains only of square and one main street with supermarkets, cafés and restaurants.

Am Platz kann man auch tagelang einfach nur rumsitzen und sich das Treiben ansehen, Trekker, die kommen und gehen, Hippies, die ihre selbst geflochtenen Schmuckstücke an den Mann bringen, betrunkene, die versuchen Schach zu spielen… sehr unterhaltsam. Dabei trifft man, ob man möchte, oder nicht, auf andere Reisende und Trekker, mit denen man sich super austauschen kann. Hat man noch keinen Guide oder eine Gruppe gefunden, ist dies genau der richtige Ort. Welchen Guide man sich aussucht, hängt ganz vom Budget und der Reiseform ab. Ich hab Brasilianer getroffen, die nur im Zelt schliefen und ihr ganzes Essen allein durch die Gegend trugen und damit sehr viel Geld gespart haben. Da hatte ich schon eher die Luxusvariante, mit Schlafplatz in den Häusern der einzelnen Pousadas und mein Guide hat sich um das leibliche Wohl gesorgt. So musste ich nur meine Kleidung für fünf Tage tragen und das fällt bei dem überwiegend guten Wetter ja zum Glück relativ leicht aus.

Startpunkt von Guinea aus

Am gleichen Tag machten wir uns mit unserer Truppe, die aus noch drei weiteren Brasilianern bestand, auf nach Guinea, von wo aus wir am nächsten Tag in aller Frühe unseren Trek starteten. Man hätte die Route auch von Capao aus starten können, das wäre allerdings ein kompletter Tagesmarsch mehr gewesen und da wir sowieso noch einiges vor hatten, dachten wir uns, sparen wir uns die Kräfte.   Der Transport muss allerdings meistens nochmal extra bezahlt werden.

Guide zeigt wo´s lang geht

Der erste Tag begann mit einem recht anstrengenden Aufstieg auf´s Plateau und von da aus mehr oder weniger flach weiter bis zum einem der vielen riesigen Wasserfällen (Cachoeiras) und einen Aussichtspunkt von dem aus man sich einen ersten Eindruck von der Vale do Pati machen kann.

Und bereits hier kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus. Auf dem Weg zurück zur ersten Pousada, machte leider der Kreislauf von Angelika schlapp, ich joggte also mit meinem Guide zur Pousada vor, um von da aus einen Esel zu organisieren, der Angelika dann transportieren könnte. Erste Hilfe auf brasilianisch ;-).  Am Abend gab es leckeres Essen und Gitarrenklänge am Lagerfeuer.

Nachts hatte es heftig geregnet, also warteten wir am Morgen relativ lange darauf, dass die Sonne die total matschigen und verschlammten Wege ein wenig trocknen würde. Vorbei an viele Wasserfällen und Schwimmlöchern, machten wir uns auf den Weg zum Morro de Castello. Der gut eineinhalb Stunden dauernde und wirklich recht anstrengende Aufstieg lohnt sich mal wieder sehr.

Nachdem man mit Kopflampen eine Höhle durchqueren muss, hat man eine gigantische Aussicht über das ganze Tal. Am Abend kehrten wir in einer anderen, sehr rar ausgestatteten Pousada ein. Aber die müden Knochen verlangen nach einem so anstrengenden Tag und vielen zurück gelegten Kilometern sowieso nur noch nach eine horizontalen Position, um sich für den nächsten Tag zu erholen.

Der sollte auch nicht weniger anstrengend sein. Die Wasserfälle, die wir am ersten Tag von oben bestaunt hatten, wollten wir uns nämlich nochmal von Nahem ansehen. Da der Weg dorthin nicht ganz so eindeutig ist und uns unser Guide auch erst hinterher wissen ließ, dass er schon seit Jahren nicht mehr da war, gestaltete sich der Tagesausflug eher als Spurensuche.

Das ein oder andere Mal sah ich mich diverse Abhänge runterpurzeln oder einfach in den Fluss stürzen. Zum Glück ist aber alles gut gegangen und wir wurden mit dem Paradies auf Erden belohnt. Die Nacht verbrachten wir dann in der geradezu luxuriösen Pousada Dona Raquel, die mit erstklassigen Essen und wirklich nett eingerichteten Zimmern punktet. Genau der richtige Ort, um auch mal einen Tag länger zu entspannen.

Der vierte Tag war dann auch mit einem relativ kurzen, zweistündigen Marsch und vielen Pausen an dem ein oder anderen Wasserloch, sehr entspannt. Was eine gute Vorbereitung auf den fünften und letzten Tag der Tour war. Hier mussten wir nämlich den kompletten Weg bis nach Capao zurück legen und das im strömenden Regen. Wir beschlossen also, uns die Pause für Capao aufzuheben und marschierten sechs Stunden in sehr strammer Geschwindigkeit durch.

Am Nachmittag kamen wir dann in Capao an und ich nahm direkt den Nachtbus zurück nach Salvador und ließ diesen einzigartigen, wunderschönen Nationalpark hinter mit, in dem ich sicher noch viele, viele Tage hätte verbringen können.

At the square you could easily spent days just to watch the hustle and bustle like trekkers arriving, hippies selling their jewellery, drunken people who try to play chess, sometimes it feels like being in a movie. While enjoying this special atmosphere you will always meet other travellers and trekkers, so it is easy to get tips and advices for you trek. And if you arrived in Capao without a group or a guide, this is the perfect place to get one. Which guide you are going to choose depends on, what you expect from your trip. I met other trekkers, who slept in a tent and carried their food themselves and saved a lot of money with it. Compared to that I had a quite luxury version, with a sleeping place in the Pousadas and my guide carried and prepared all the food. Like that I only had to carry my clothes for the five days and that was fairly light, due to the nice weather condition.

Startpunkt von Guinea aus

 

The same day our group, which contained of three more Brazilians, went on to Guinea, from where we started the our trek the following day. The other option would have been to start the trek from Capao, that would have saved money because usually you have to pay the transport on plus, but would have taken a whole day of trekking more.

Guide showing the way

 

 

The first day began with a fairly exhausting climb up the plateau and from there more or less flat trekking to one of the many huge waterfalls in the park and an amazing view point from where you can get a got impression of the Vale do Pati.

 

 

 

And already here you can´t stop to be astonished by the nature. On the way back to the first Pousada, one girl of our group felt unconsciousness and had to be carried home by a donkey, first aid on Brazil ;-)! The evening we spent with guitars, singing and drinking on a fire place.

 

 

 

During the night it has rained havily, so we had to wait quite a long time in the morning for the trek to get a little bit dryer. Passing plenty of waterfalls and swimming falls we made our way to the Morro de Castello. The climd up the hill takes about 1,5 hours and is pretty exhausting.

 

With head lamps we dragged and climbed through a dark cave to arrive on the other side of the mountain.
From there again you´ll have a gigantic view over the valley.

In the evening we stayed at a Pousada which was rarely furnished, but our tired bones helped us to fall asleep without even realising, that we were almost sleeping on the stone floor.

 

 

It followed another exhausting day. The waterfalls we have seen on the first day from above were waiting to be discovered from the bottom. The „trek“ to get there is kind of hidden and more than once we had to cross the river to get on. Not only once I have seen me falling down the slope or just into the rapids of the river.

 

 

 

But we were lucky and arrived all healthy and happy at this wonderful place which is closer to paradise than everything I have seen before.

 

 

 

 

 

 

 

 

This night we spent at the best Pousada of the whole trip, Pousada Dona Raquel. The food is excellent and the rooms are furnished with nice details of the culture, like music instruments or cooking utensils. The perfect place to realax for a day or more if you want.

 

 

The fourth day was a pretty short two hour walk with a lot of brakes to eat, swim and relax on the waterfalls. Which was a good preparation for the last day, which took us many kilometres back to Capao.

 

 

Due to the fact that it rained all day, we decided not to stop on the way, but walk through all the way. Six hours later we arrived in Capao and shared a beer and the stories of the trek at the square.

 

Because I had to hurry back to Salvador to arrive right on time for carnival in Rio, I took a night bus at the same day. But if it wouldn´t have been for the tight time schedule I could have spent many more days in this unique National Park.

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