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Das vorweihnachtliche Moskau

Der Dezember in Moskau ist durchaus eine Reise wert! Bevor es für 4 Tage nach Moskau ging, war es zunächst notwendig, ein Visum zu beantragen. Ich kann nur sagen: GAR NICHT SO EINFACH! Gefordert waren ein mindestens noch 6 Monate gültiger Reisepass, was schon die erste Hürde darstellte, da dies bei mir nicht der Fall war. Also musste ich auf dem Express-Weg einen neuen beantragen, musste aber vorher noch Passbilder machen lassen, da man unverständlicherweise nicht das selbe Bild wie beim vorhergehenden Pass benutzen darf. So weit, so gut.

Vorspiel für Moskau

In der Zwischenzeit habe ich einen Nachweis der Auslandskrankenversicherung angefordert und eine aktuelle Lohnabrechnung. Nächstes Hindernis war dann, ein Einladungsschreiben aus Moskau zu bekommen. Wir hatten als Unterkunft ein Ibis-Hotel gewählt, da das ein einfach unschlagbares Angebot war. Was seine Gründe hatte, wie wir feststellen mussten, denn das war ein Eröffnungsangebot. Das Hotel hat ganze 7 Tage vor unserer Anreise die Pforten geöffnet! Allerdings stellte dies ein Problem für das Visum dar, da wir bis kurz vorher niemanden im Hotel erreichen konnten, der uns das Einladungsschreiben ausstellt. Wir haben parallel ein anderes Moskauer Ibis-Hotel angeschrieben, welches uns an unser Hotel verwiesen hat. Glücklicherweise war die Rezeption unseres Hotels ein paar Tage vor Eröffnung besetzt, wodurch wir Last-Minute unsere Einladungsschreiben erhielten. Also haben wir das entsprechende Visum-Formular ausgefüllt, alles in einen Umschlag gesteckt und losgeschickt. 3 Tage später war das Visum da inklusive einer Rechnung, die uns die Haare zu Berge stehen lies. Der ganze Spaß war so teuer wie Flug und Hotel zusammen! Aber ok, das macht man ja auch nicht alle Tage.

Ankunft in Moskau

Dann war der Abreisetag endlich gekommen. Nach der Landung abends haben wir auch problemlos den Zug gefunden, der uns an den Hauptbahnhof gebracht hat. Erster Eindruck: “Yuhuu, man versteht uns auf Englisch!” Zweiter Eindruck: “Oh, so kalt ist es ja gar nicht!” An dem Abend hatte es angenehme -12°C. Das Hotel haben wir auch einigermaßen problemlos gefunden, da es nur etwa 10 Minuten Fußweg vom Bahnhof entfernt lag und wir außerdem eine Karte hatten. Dabei stellte sich uns das Problem, dass die Straßennamen auf unserer Karte auf Englisch waren, die an der Straße allerdings nicht. Aber bis dahin hat das noch keine größere Rolle gespielt. Aber dazu später mehr. Nach Ankunft im Hotel haben wir kurz das Zimmer begutachtet und gemutmaßt, dass wir wohl die ersten sind, die in diesem Bett schlafen, danach sind wir erst einmal der Nase nach auf der Suche nach was Essbarem durch die Straßen gelaufen. Am Ende haben wir einen Stand gefunden, an dem wir Borschtsch gegessen haben, ein typisch russisches Suppengericht. Sehr lecker!

Moskau bei Tag

Nach einer erholsamen Nacht haben wir am nächsten Morgen festgestellt, dass es morgens um 10 Uhr genauso dunkel ist wie abends um 7… Aber voller Motivation sind wir trotzdem losgezogen. Kaum habe ich einen Fuß vor das Hotel gesetzt, bin ich auch schon auf meinem Hosenboden gelandet, denn leider hat es über Nacht etwas geregnet, so dass die Schneeschicht spiegelglatt war. Nach einer ersten Gewöhnungsphase kamen wir zwar langsam, aber stetig voran. Und vor allem wurde es mittlerweile auch hell, so dass wir die Stadt im Tageslicht bewundern konnten. Da alles mit einer dicken Schneeschicht bedeckt war, wirkte alles gedämpft und sehr idyllisch. Als wir über eine Treppe auf eine Brücke gelangt sind, waren wir einfach nur überwältigt. Von dort konnten wir den Kreml sehen, die Basiliuskathedrale und den Roten Platz. Wenn in den Nachrichten über Moskau berichtet wird, sieht man ganz oft Aufnahmen, die von dieser Brücke stammen. Nach zig Fotos sind wir bei der Basiliuskathedrale angekommen und das war auf jeden Fall mein persönliches Highlight der Reise! So farbenfroh und prächtig, mit dem Roten Platz im Hintergrund, und alles beleuchtet und mit Schnee bedeckt. Leider hat unsere Kamera diese Lichtverhältnisse nicht so mitgemacht, wie wir uns das gewünscht hätten, somit sieht es auf den Bildern nicht so aus, wie es in Wirklichkeit war. Aber wann ist das schon mal so? Auf dem direkt an der Kathedrale anschließenden Roten Platz war ein Weihnachtsmarkt aufgebaut. An jeder Ecke konnte man Babuschkas, Muffs und diese typischen Wintermützen mit Fellbesatz kaufen. Da uns mittlerweile doch etwas kalt war, sind wir in das ebenfalls angrenzende Einkaufszentrum gegangen und sind eingetaucht in eine Welt voller Glitzer und Weihnachtsdekoration.

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