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Karneval in RioCarnival in Rio

Es gibt viele gute Gründe, nach Brasilien zu reisen, vor allem wo doch 2014 auch die WM ansteht. Aber für viele ist natürlich der Karneval in Rio ein absolutes Highlight. So auch für mich und da wird gerne auch mal die Reiseroute ein wenig gestaucht, damit man auch genau zur richtigen Zeit da ist. Karneval ist auf der ganzen Welt immer zur gleichen Zeit, ob in Venedig, Köln oder Rio… Meistens irgendwann Mitte bis Ende Februar. Und immer volle fünf Tage, wenn man denn dann das nötige Kleingeld und die noch viel wichtigere Ausdauer mitbringt. There are a lot of good reasons to visit Brazil, especially where the Soccer World Cup 2014 stands in front of the door. But for many people the carnival is one of the highlights of their trip to South America. So it was for me and for this reason I was happy to change my travel plans a little bit and hurry down to Rio to arrive on time.

Über einen Couchsurf- Freund aus Rio, der ein paar Wochen vorher meine Couch besucht hatte, hatte ich zum Glück Kontakt zu einem richtigen Carioca (so nennt man die Bewohner von Rio) aufgenommen und bei ihm auch einen Schlafplatz gefunden. Ansonsten hätte ich mir einen Besuch um die Karnevalszeit auch gar nicht leisten können, weil selbst das schäbigste Hostel, dass auf der Beschreibung aussieht, als hätte es noch nicht einmal Fenster, kostet ab Donnerstag Nacht 90€ und steigt am Wochenende auf über 120€ pro Nacht.

Also für jeden normalen Backpacker eigentlich unzahlbar, wenn man nicht direkt anschließend wieder nach Hause möchte. Der Karneval selbst muss schließlich auch noch finanziert werden und wenn man bedenkt, dass man im besten Fall fünf Tage jeweils 12 Stunden unterwegs ist, kann das ganz schön teuer werden.

Fernando, mein netter Gastgeber für die Zeit in Rio, zeigte mit direkt bei der Ankunft eine säuberlich angelegte Excel Tabelle mit ausgesuchten Blocos (so nennen sich die einzelnen Straßenzüge), die je nach Priorität mit unterschiedlichen Farben hinterlegt waren. Die Blocos finden an allen Tagen in den verschiedenen Stadtteilen von Rio statt, immer unter verschiedenen Mottos und mit anderen musikalischen Schwerpunkten.

Die Cariocas selbst gehen eigentlich nicht ins Sambodrom (die Tribünenstraße, in der die Wettbewerbe der Sambaschulen durchgeführt werden), sondern zu ihren altbewährten Lieblingsblocos, bei uns waren das die Blocos in den Stadtteilen Leblon, St. Teresa und Botafago. Die Blocos, die entlang der Copacabana und Ipanema statt finden sind natürlich auch sehr touristisch, aber durch die Kulisse am Strand sehr empfehlenswert. Gegen zehn Uhr morgens kann man schon los legen, und, wenn man möchte, bis zum nächsten Morgen durchfeiern, wobei die Straßenfeste selbst meist nur bis 23Uhr gehen. In Lapa zum Beispiel gibt es aber genug Möglichkeit, um in Clubs und Discos weiter zu feiern.

Die Blocos selbst können ganz schön anstrengend sein, zumal es ziemlich heiß ist und man sich nur langsam tanzend fortbewegt. An jeder Ecke gibt es aber Getränke, zum Beispiel auch gefrorene Capirinhas in Eisformat und jeder Geschmacksrichtung… sehr gefährlich ;-)!

Unter http://www.wikirio.com.br/Blocos_do_Carnaval_2012_na_cidade_do_Rio_de_Janeiro kann man sich den “Stundenplan” aller Blocos ansehen, leider gibt es diesen nur auf portugiesisch. Allerdings kommt man in diesen Tagen sowieso nicht herum, immer wieder in den einen oder anderen Bloco rein zu laufen, also bedarf es gar nicht so viel Vorbereitung.

Allzu schüchtern sollte man für den Karneval in Rio auf jeden Fall nicht sein, denn was ein Bütz in Köln ist, ist für die Cariocas ein schneller Zungenkuss und gerade als blondes Mädchen fällt man natürlich auf. Davon sollte man sich aber nicht abschrecken lassen, denn diese fünftägige Party im sommerlichen Rio ist definitiv einen Abstecher wert. Um eine ordentliche Stimmung bei der WM 2014 mache ich mir auf jeden Fall schon mal keine Sorgen, die Cariocas (und auch der Rest der Brasilianer) wissen, wie man feiert!Carnival always takes place on the same time all over the world, in Venice, Cologne and Rio, mostly it is around mid- until end of February. And always five full days, if you bring enough pocket money and the even more important endurance.
Over a good Couchsurfing friend from Rio who just stayed at my place in cologne a few weeks ago, I was lucky to have a contact to a real Carioca (which is how you call the locals from Rio), who offered me a sleeping place at his apartment in Botafogo. If it wasn´t for him, I couldn´t have afforded to stay in Rio for carnival, ´cause even the ugliest Hostel which doesn´t even seem to have windows starts at 90$ on Thursday night and goes up to 120$ on the weekend. So not affordable for a normal backpacker, if you don´t want to travel back home afterwards. Specially because the carnival itself needs to be financed and these are five days you spend 12 hours on the street, so it might get expensive.

Fernando, my host for the time in Rio, directly introduced me into the organisational skills of the carnival. For this he had created a very professional Excel chart with selected Blocos (the typical carnival processions), separated with colours in different types of priority.

These Blocos take place on all days in the different quarters, always with another headline and different style of music.

The Cariocas rarelyy go to a the events inside the Sambodrom (where the famous competition of the samba schools take place), but rather to their favourite Blocos. For us it was a perfect way to discover the different quarters of Rio and celebrate on the same time. The Blocos at Copacabana and Ipanema are very touristy, but due to the scenery directly next to the beach very recommendable.

Around ten o´clock in the morning the first Bloco starts and if you want you can celebrate on until the nemorningngwhereateatat the Blocos stop at around 11pm, there are plentpossibilitieslites to go on to a night club for example in Lapa.

The Bloco itself can be quite exhausting, due to the fact that you are standing and dancing in the sun all day. On every corner you can buy refreshing drinks, for example an Ice- Caipi in every taste you can imagine – very dangerous 😉

 

On http://www.wikirio.com.br/Blocos_do_Carnaval_2012_na_cidade_do_Rio_de_Janeiro

you can check the timetable of all Blocos, unfortunately only in Portuguese. But eve if you don´t want to join a Bloco, being in Rio around that time of the year, you are not going to be able to avoid to run into one, so it actually doesn´t need much preparation.

 

You shouldn´t be overly shy while celebrating carnival in Rio, kissing seems to be like saying hello and a totally normal thing to do. But that shouldn´t discourage, because this five days long Summer Party in Rio is definitely worth a visit. In any case I am not worrying that there won´t be a great atmosphere at the world cup 2014, the Brazilians really know how to celebrate!

 

 

 

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