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Neuseeland Nordinsel Teil 1: Wellington, Taupo (Tongariro National Park)

Von der Südinsel setzte ich mit der Fähre auf die Nordinsel über und ging in Wellington an Land. DSC03215_Snapseed Das Wetter war – wie üblich – regnerisch und sehr windig. Ich traf mich in Wellington mit einer alten Bekannten: Vor fünf Jahren couchsurfte sie im Haus meiner Eltern und nun couchsurfte ich für 3 Nächte bei ihr. Aufgrund des grausigen Wetters verbrachten wir viel Zeit im Haus – oder im Museum Te Papa, ein riesiges Gebäude, das sich mit Neuseeland und vor allem der indigenen Bevölkerung widmet. Die Ausstellung ist sehr gut, gratis, aber einfach riesig. Ich habe noch längst nicht alles gesehen. An einem zur Abwechslung mal halbwegs schönen Vormittag stiegen wir den Mount Victoria hinauf, um von dort eine schöne Aussicht über ganz Wellington zu genießen. DSC03221_Snapseed Für Herr-der-Ringe-Fans: Auf Mount Victoria wurden die Szenen mit den Hobbits im Wald auf dem Weg nach Bree gedreht. Mein Smartphone zeigte auf der Kartenapp (Maps-with-me) sogar den exakten Drehort für den Hobbit Hideout (vor dem Schwarzen Reiter) an. Nach einigem Suchen fanden wir den Ort schließlich – der Baum ist nicht mehr da, wohl aber die Mulde. In Wellington sind auch die WETA-Studios, die Produktionsstätte des Filmes. Man kommt gratis in den Vorraum hinein, in dem ein paar Artefakte aus dem Film ausgestellt sind (Schwerter, lebensgroße Figuren, Rüstungen, Helme, Hobbitfüße) und natürlich Souvenirs. Die Werkstätte selbst kann man auch besuchen – allerdings für $20, glaube ich. An dem Tag, als ich dort war, wurden allerdings keine Führungen mehr bis in den Abend angeboten. DSC03253 Nach drei windigen Tagen ging es für mich weiter nach Norden – und zwar per Autostopp. Für mich war es das erste Mal Autostoppen und ich war sehr überrascht, wie gut es ging. Ich wartete nie länger als 10 Minuten auf einen Fahrer. Mit insgesamt 4 Fahrern kam ich ins fast 400 km entfernte Taupo. Dieses Städtchen landete auf meiner extrem kurzen to-do-Liste der Nordinsel (kurz wegen Zeitmangel ;)) auf Grund von diesem Nationalpark: Tongariro National Park, besser bekannt als Mordor (ja, ich bin Herr-der-Ringe-Fan ;)). Eigentlich hatte ich einen Bus gemietet, der mich zum Nationalpark bringen und mich dann wieder auf der anderen Seite abholen sollte (ca. $60). Am Abend vor dem Crossing bekam ich aber Nachricht von einem Couchsurfing-Host, dass er mich fahren würde. Das Busunternehmen ließ mich freundlicherweise gratis stornieren. Das Tongariro Alpine Crossing dauert 6-7 Stunden und führt durch eine wunderschöne Vulkanlandschaft. Der erste Aufstieg über Treppen (ziemlich anstrengend!) führt am Mt Doom höchstpersönlich vorbei. Beim zweiten Aufstieg (steil, aber wenigstens keine Treppen) gelangt man auf einen Gipfel, von dem man eine traumhafte Aussicht auf den Vulkan sowie auf die sogenannten Emerald Lakes hat. Das sind türkisblaue Schwefelseen – in der kargen Vulkanlandschaft kann man sie weder übersehen, noch wegen ihrem Schwefelgestank überriechen 😉 Traumhaft schön anzusehen sind sie aber allemal. DSC03291_Snapseed DSC03311_Snapseed Von da geht es nur noch flach oder abwärts zum Ende des Tracks. Die Wanderung ist sehr empfehlenswert – auch für nicht-Herr-der-Ringe-Fans. Die Landschaft ist spektakulär und die Wanderung mit Ausnahme der Treppen am Anfang nicht unbedingt anstrengend. Dass ich 7 Stunden gelaufen bin, habe ich am Ende des Tracks (und auch am nächsten Tag) überhaupt nicht gespürt. Einziges Manko: Es sind tausende (und das ist nicht übertrieben) Leute auf dem Track. Am Beginn der Wanderung bildete sich manchmal wirklich ein Stau, wenn eine schwierige Stelle zu überwinden war. Nach den Treppen verteilte sich die Menge aber gut (viele drehen beim Gipfel auch wieder um, wenn sie mit dem Auto da sind und nicht wie ich einen Fahrer haben, der zum Endpunkt der Wanderung fährt ;)). Den Weg vom Gipfel zum Ende lief ich daher fast alleine.

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