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Neuseeland Nordinsel Teil 2: Rotorua, Matamata (Hobbiton)

Nach drei wunderbar sonnigen Tagen in Taupo autostoppte ich weiter nach Rotorua, wo ich mit nur 2 Fahrern hinkam. In Rotorua empfing mich sofort übler Schwefelgeruch. Die Stadt ist bekannt für ihre heißen Quellen und mud pools, die zwar angenehm klingen, aber unglaublich stinken. Dennoch ist die Stadt allemal einen Besuch wert – gelegentlich muss man halt durch den Mund atmen 😉 DSC03357_Snapseed Die heißen Quellen sind traumhaft – ich fuhr mit meinem Couchsurfing-Host um Mitternacht zu den hot and cold pools im Wald (dort ist es nämlich gratis im Gegensatz zu den Touristen-hot-pools). Das Wasser hat wohltuende 40°C (und stinkt auch nicht monströs – nur ein leichter Schwefelgeruch ;)). Im selben Pool aber von einer anderen Strömung gespeist ist dann aber sehr kaltes Wasser zum Abkühlen – deswegen hot’n’cold pools. Sehr empfehlswert – besonders bei Nacht. Allerdings unbedingt Kerzen mitbringen (und was Kühles zum Trinken ;)). Die mud pools dagegen sind nicht so attraktiv, denn sie sind keineswegs Gesundheitsschlammbäder, sondern natürliche Becken von siedend heißem Schlamm – so heiß, dass er Blasen wirft. Interessant und grausig anzusehen 😉 Ansonsten sehenswert in Rotorua sind die Seen in der Gegend (zum Beispiel Green and Blue Lakes), Flüsse und Wasserfälle. Für Raftingfans: Der höchste kommerziell befahrene Wasserfall ist in Rotorua (7m). DSC03374_Snapseed DSC03387_Snapseed Nach zwei Tagen ging es für mich aber wieder weiter und zwar nach Matamata. Der Name klingt nicht bekannt? Ist er auch nicht… Viel bekannter ist jedoch der zweite Name der kleinen Ortschaft: Hobbiton. Denn unweit von Matamata drehte Peter Jackson die Szenen für das Auenland im Herrn der Ringe. Nach der Trilogie wurden die ganzen Sets zwar wieder abgerissen, aber – gute Nachricht, liebe Fans, sie wurden für die Hobbit-Filme wieder aufgebaut und bleiben nun stehen! Das Set kann man nur mit einer Tour besuchen – für Busfahrt und Tour (inklusive einem Getränk im Green Dragon) legt man $70 hin (die Tour dauert insgesamt nur 2 ½ Stunden…). Trotzdem hat sich das ganze aber wirklich gelohnt!!! Das Set ist riesig – es stehen an die 40 Hobbithäuser, die alle liebevoll hergerichtet sind. In Sams Garten wächst sogar echtes Gemüse (das im Green Dragon verkocht wird). Neben den Hobbithäusern (zwei davon kann man betreten, der Rest sind Attrappen), besichtigt man auch noch den Festplatz und natürlich den Green Dragon. Das Dorf fühlt sich keineswegs wie ein Set an, denn es ist wirklich wie ein Dorf gebaut und schaut genauso aus wie im Film! Hut ab vor den ganzen Mitarbeitern, die das möglich machen! DSC03514_Snapseed DSC03543_Snapseed DSC03585_Snapseed Ich denke, ein Besuch von Hobbiton gefällt auch nicht-Herr-der-Ringe-Fans, obwohl es für Fans natürlich noch sehenswerter ist 😉 Und ausnahmsweise hatte ich auch mal so richtig Glück mit dem Wetter: kaum saßen wir im Bus auf der Heimreise, begann es aus Kannen zu schütten xD   Am nächsten Tag nahm ich den Bus nach Auckland – leider direkt zum Flughafen, denn meine Zeit in Neuseeland war leider schon zu Ende… Ich muss sagen, dass mir Neuseeland unglaublich gut gefallen hat. Es ist ein unglaublich vielfältiges Land mit Landschaften, die irgendwie aus jedem Winkel der Welt stammen (Fjorde, Gletscher, Regenwälder, Vulkanlandschaft,…), aber doch etwas Eigenes haben. Leider hatte ich die Zeit ein bisschen knapp bemessen: mein Tipp wäre ca. 20 Tage für Südinsel und ca. 15 Tage für Nordinsel (Coromandel Region und Bay of Islands soll noch sehr schön sein auf der Nordinsel… à nächstes Mal!) Für mich ging es jetzt nach Südostasien, und zwar nach Singapur!

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