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Neuseeland Südinsel Teil 2: Ostküste und Süden

Der nächste Halt war Dunedin (wer sich fragt, wie man das ausspricht: dan-ih-din (ich hab einen Neuseeländer gefragt, nachdem ich tausende mögliche Aussprechweisen durchgegangen bin)). Dunedin ist eine von schottischen Siedlern gegründete Stadt und das sieht man an der Bauweise der älteren Gebäude. Mir hat das Städtchen sehr gut gefallen – nach 1-2 Stunden hat man es aber gesehen 😉 DSC02900_Snapseed Weiter gings also Richtung Süden. Am frühen Nachmittag machten wir Halt am Tunnel Beach – einer Felsformation im Meer, die meiner Meinung nach sehr an die 12 Apostles in Australien erinnert. Es gibt einen riesigen Felsen mit einem Torbogen (so wie die London Bridge in Australien) und Steilklippen. Tunnel Beach heißt es deswegen, weil man durch einen in den Fels gehauenen Tunnel runter an den Strand kann. Die Felsformationen sind wirklich sehenswert und den anstrengenden Weg hinunter wirklich wert. Noch einen Hinweis zur Anreise: Vom Highway aus ist der Tunnel Beach gut beschildert, dann kommt aber nichts mehr. Die gesuchte Straße heißt Tunnel Road und ist ziemlich unscheinbar 😉 Wir sind beim ersten Mal daran vorbei gefahren. DSC02908_Snapseed Der nächste Stopp war Nugget Point. Zukünftige Besucher seien davor gewarnt, dass die Zufahrt über eine ewige Schotterstraße führt 😉 Nugget Point ist es aber allemal wert. Berühmt ist er vor allem für seinen Leuchtturm, der auf der schroffen Hügelkuppe vor den Nugget-Felsen ein tolles Fotomotiv abgibt. Wir beschlossen am Parkplatz unser Abendessen zu kochen, denn von da hat man einen wunderschönen Ausblick auf den Strand – und schließlich muss man es ja ausnützen mit einem Campervan überall kochen zu können, wo man möchte. DSC02943_Snapseed Unser DOC-Campingplatz für die Nacht war sehr abgelegen (die Schotterstraße wollte gar nicht mehr aufhören), dafür wurden wir aber wieder mit einer wunderbaren Aussicht belohnt. Der Campingplatz lag direkt am Strand vor einer traumhaften Steilklippenkulisse.   Am nächsten Tag hatten wir eine weite Strecke vor uns, nämlich bis nach Te Anau. Eigentlich hatten wir geplant, weiter die Catlins hinunterzufahren und dann über Invercargill nach Te Anau. Ein Neuseeländer, den wir auf dem Campingplatz trafen, riet uns aber davon ab und schickte uns über das Landesinnere. Das war wirklich ein guter Rat, denn wir kamen um 11.30h in Te Anau an und eine Stunde später legte schon unser Boot Richtung Milford Track ab.   Der Milford-Track ist eine 4-Tages-Wanderung zum Milford Sound. Früh buchen ist unbedingt notwendig – wir haben im April gebucht (für Dezember) und wenig später war alles ausgebucht. Ein Boot brachte uns von den Te Anau Downs zum Start des Tracks. Am ersten Tag mussten nur ca. 5 km bis zur Hütte bewältigt werden. Wir hatten traumhaftes Wetter und es sollte auch für die nächsten Tage so bleiben – nur am letzten Tag brachte der Wetterbericht Regen. Die Wanderung ist absolut empfehlenswert – die Wege sind gut befestigt und klar ersichtlich und die Landschaft ist traumhaft. Übernachtet wird in Hütten in Stockbetten – man kann sich aber auch die Matratzen in die Gemeinschaftshütte legen, wenn man mit dem Partner gemeinsam schlafen will 😉 Es gibt eine Küche mit Gas, das bedeutet, dass man eine Sache weniger mitschleppen muss. Ansonsten muss man alles selber mitbringen – auch Geschirr und Töpfe. Müll muss wieder rausgetragen werden. DSC03003_Snapseed Vom Anstrengungsgrad ist der Milford Track ziemlich gemütlich. Am ersten Tag sind es, wie gesagt, nur 5 km und alles flach. Auch der zweite Tag ist sehr eben und ungefähr 16 km. Am dritten Tag muss man auf den Gipfel (500 Höhenmeter) und wieder hinunter (1000 Höhenmeter) – ca. 20 km. Am letzten Tag geht es wieder ziemlich eben bis zum Boot nach Milford Sound – ca. 18 km.   Der Wetterbericht hielt sein Versprechen – wir hatten 3 traumhafte Tage und 1 komplett verregneten. Die letzte Etappe (ca. 18 km) liefen wir durchgehend im Regen, die Wege waren teilweise überflutet – einmal ging uns das Wasser bis über die Knie! Komplett durchnässt kamen wir am Milford Sound an. Wir hatten zwar einen Cruise gebucht, aber es regnete immer noch wie aus Kannen und so sagten wir es ab (glücklicherweise gewährte uns der Captain 100% Geld zurück). Wir nahmen also den Bus zurück nach Te Anau und ergatterten ein tolles Apartment im Top Ten Holiday Park für $100 für uns beide.   Am nächsten Tag sollte es weiter gehen nach Queenstown.

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