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Neuseeland Südinsel Teil 4: Abel Tasman Track und zurück nach Christchurch

Am Milford Track, unserer ersten Wanderung in Neuseeland hatten wir ja 3 Tage schönes Wetter und dann 1 Tag komplett verregnet (ich würde sagen „verwasserfallt“, wenn es dieses Wort geben würde – die Bedeutung dieses Wortes können nur die komplett verstehen, die den Track bei strömenden Regen gelaufen sind ;)). Wie war also das Wetter bei unserer zweiten Wanderung? … Genau umgekehrt. Wir kamen in Marahau an und es regnete bereits in Strömen. Zu allem Überfluss sprang dann unser Auto zum Umparken nicht mehr an – Batterie leer. Zum Glück konnte alles noch pünktlich geklärt werden, wobei „pünktlich“ 5 Minuten vor Beginn der Kajak-Einführung heißt 😉 Nach der Einführung und dem Safety-Briefing wurden wir mit unserem Kajak ans Meer geführt. Dort mussten wir dem Instruktor vorzeigen, ob wir die Theorie in die Praxis umsetzen können und wurden schließlich entlassen. Obwohl es immer noch regnete, machte das Kajaken immer noch Spaß – denn ansonsten herrschten perfekte Bedingungen: spiegelglattes Meer, kein Gegenwind. Kleiner Spoiler: DAS sollte sich bald ändern 😉 Wir erreichten also glücklich und ohne viel Anstrengung unseren ersten Hafen: Watering Cove. Außer uns campten noch 2 andere Pärchen dort. Am nächsten Tag erwartete uns dann die Überraschung: strahlend blauer Himmel! Wir machten sofort Fotos vom traumhaften Campingplatz und frühstückten gemütlich. DSCN0768_Snapseed DSCN0759_Snapseed Dann räumten wir wieder alles zusammen und ins Kajak und ruderten weiter zu unserem nächsten Stopp. Schon nach 30 min. hatten wieder schwarze Regenwolken das Kommando übernommen und es regnete leicht – kein Problem, das waren wir ja schließlich mittlerweile gewöhnt. Als aber dann ein halber Sturm einsetzte mit Gegenwind und teils wirklich riesigen Wellen wurde es mühsam. Vor der letzten Landbiegung vor unserem eigentlichen Strand kamen wir dann nicht mehr weiter. Obwohl wir volle Kraft ruderten, bewegten wir uns kaum vorwärts und die letzte Biegung war auf unserer Seekarte als besonders schwierig gekennzeichnet. Völlig durchnässt und erschöpft beschlossen wir also, den Strand vor der Biegung anzusteuern. Dort gab es zum Glück einen trockenen Unterstand, wo sich schon der ganze Campingplatz versammelt hatte. Die Bemerkung eines Mannes, als er mich sah, werde ich wohl nie vergessen: „You look how I feel.“ xD Trotz des schlechten Wetters war die Stimmung gut und so schnell wie dort hatten wir noch nie ein Feuerzeug zum Anzünden des Gaskochers bekommen 😉 DSCN0772_Snapseed Wir redeten dann mit dem Ranger und er erlaubte uns, die Nacht hier zu verbringen. Also stellten wir schnell unser Zelt auf und siehe da – auf einmal wieder strahlend blauer Himmel! Verrückt! Und von da an hatten wir den Rest des Tracks schönes Wetter. Wir blieben dennoch an diesem Strand, änderten den Abholort unseres Kajaks und genossen die Sonne. Am Nachmittag wurde unser Kajak abgeholt. Am nächsten Morgen wanderten wir dann einen Teil der Strecke zurück, die wir mit dem Kajak gerudert waren. Von Anchorage Bay nahmen wir dann das Wassertaxi zurück zum Base. DSCN0785_Snapseed Alles in allem eine traumhafte Tour – auch wenn das Wetter nicht ganz mitgespielt hat. Aber dennoch zählt der Abel Tasman Track zu meinen Neuseeland-Highlights. Nun ging auch unsere Südinselreise langsam zu Ende. Mit dem Auto ging es nun wieder in den Süden. Wir machten Stopp in der Muschelhauptstadt Neuseelands (leider habe ich den Namen vergessen, aber irgendwo bei Blenheim) und aßen … Muscheln, was sonst. Unser Campingplatz für die Nacht (übrigens Silvester) war in der Nähe von Kaikoura. Am nächsten Tag ging es dann nach Christchurch, wo ich meinen Freund am Flughafen verabschiedete. Für mich ging es am nächsten Tag wieder hoch nach Picton (diesmal mit Bus), von wo mich die Fähre auf die Nordinsel, und zwar nach Wellington, übersetzen sollte. Weiter geht’s im nächsten Bericht.

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