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Noosa Heads

Am Sonntag lud mich mein Mitbewohner ein, mit ihm an die Gold Coast zu fahren. Mein eigentlicher Plan den Tag zum Lernen für die Prüfung am Dienstag zu verwenden, wurde nur allzu schnell über Bord geschmissen.  Also kurzerhand Sonnencreme, Sonnenbrille, Bikini und Handtuch eingepackt und los geht’s an die Küste.

Direkt am Highway Richtung Gold Coast liegt der Ettamogah Pub. Er ist kaum zu übersehen, denn er sieht aus wie aus einem Zeichentrickfilm: schiefe Kanten, schrille Farben und allgemein ziemlich schräg (ich sage nur: auf dem Dach ist ein Auto…). Und mit diesem Vergleich liegt man nicht einmal so falsch. Denn der Pub, der sich als „meistfotografierter Pub der Welt“ rühmt, ist ein Nachbau aus einem Comic, der in der Australian Post erschien. Nach Meinung meines Mitbewohners muss man ihn zumindest einmal gesehen haben, auch wenn es ziemlich „tacky“ (kitschig) ist. Gleich dahinter ist übrigens ein Vergnügungspark namens „Aussie World“ – schon von außen sieht er aber ziemlich billig und altmodisch aus. Die „Achterbahnen“ sind auch eher in Kindergröße 😉

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Also ging es weiter. Den nächsten Stopp machten wir in Coolum. Die Stadt hat mir nicht so sehr gefallen – eine typische Touristenstadt ohne Charme mit vielen Blockhäusern und Hotels. Der Strand war zwar ewig lang, aber sonst nichts Besonderes.  Für mich war er schon zu breit und lang – ich bevorzuge kleinere Buchten mit schattenspendenden Palmen. Am Coolum Beach sucht man Schatten vergeblich. Noch dazu war es sehr windig und daher etwas frisch.

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Also schnell wieder ins Auto und weiter nordwärts. Schließlich kamen wir in Noosa Heads an. Die Stadt ist deutlich schöner und die Luxusvillen am Fluss sind beneidenswert. Einziges Problem: Parkplatz Mangelware. Schließlich fanden wir einen Parkplatz vor dem Noosa Nationalpark. Wenn man von dort den Fußweg wieder ein wenig zurückgeht (oder wie wir über die Klippen klettert), gelangt man an eine kleine, abgesonderte Bucht. Der Sand ist fein und weiß, der Strand geht in schattenspendende Bäume über und das Meer ist glasklar. Was will man mehr?

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Nachdem mir in Byron Bay im Juli das Wasser viel zu kalt war, war ich gespannt, wie es 4 Monate später war. Zuerst fühlte es sich zwar ziemlich frisch an, aber nach einer kleinen „Gewöhnungszeit“ war das Wasser sehr angenehm. Typisch für Australien gab es viele Wellen, aber hat man es mal über die brechenden Wellen geschafft, kann man ohne Probleme schwimmen.

Am späten Nachmittag setzten wir uns dann wieder ins Auto und machten uns auf den Heimweg. Anstatt den gleichen Weg auf dem langweiligen Highway zurückzufahren, nahmen wir die Route über die Blackall Ranges. Oben auf dem Berg machten wir Halt in Montville. Ein sehr nettes Städtchen, das ausschließlich vom Kunsthandwerk lebt. Da aber Sonntagnachmittag war, hatten einige Geschäfte schon geschlossen. Trotzdem hatte sich der Umweg gelohnt: Von der Terrasse des Hauptcafes aus hat man einen traumhaften Ausblick über das Land bis zur Küste. Die Ranges beherbergen auch einen Nationalpark – da es aber schon langsam dunkel wurde und Regenwolken aufzogen, mussten wir den leider auslassen.

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Bei der Rückfahrt nahmen wir nicht die Abzweigung nach Brisbane, sondern Maleny. Das Dörfchen ist nur 5 km entfernt und von der Straße aus hat man einen wunderschönen Blick auf die Glasshouse Mountains. Dann wieder zurück zum ursprünglichen Abzweigung und diesmal ab nach Brisbane.

Pünktlich zum Abendessen waren wir dann wieder in Brisbane – unterwegs sind wir noch in einen Sturm mit strömendem Regen gekommen.

Fazit: Noosa Heads ist ein traumhaftes Tagesausflugsziel von Brisbane aus. Mit dem Auto braucht man ca. 2 Stunden dorthin (auf direktem Weg über den Highway). Ist man in Parkplatznot, unbedingt den Nationalpark versuchen – von dort gelangt man auch an einen kleineren, abgeschotteten Strand, an dem nicht so viel los ist, wie am Hauptstrand.

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