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Perhentian Islands Reisebericht

Perhentian Islands – wir kommen! In Kota Bharu haben wir uns für morgens um 8 Uhr direkt ein Taxi bestellt, welches uns angeblich in 1,5 Stunden nach Kuala Besut bringen sollte, um von dort endlich mit dem Speeadboat an den Strand der Perhentian Islands zu gelangen. Der Taxifahrer war ca. 85 Jahre alt und fuhr jedoch einen recht heissen Reifen durch den Norden Malaysias. Es gibt dort keine Autobahn und keine Schnellstrasse. Man wird die ganze Zeit durch kleine landschaftliche Strassen kutschiert und biegt gefühlte 120 Mal links oder rechts ab.Wie geplant kamen wir dann nach 1,5 Stunden auch in Kuala Besut an und wurden direkt am Büro des Coral View Island Ressorts rausgelassen. Dort trifft man ein paar andere Reisende, die sich ebenfalls die Tickets für das Speedboat auf die Perhentian Islands besorgen wollen. Ein guter und extrem wichtiger Tipp: Nehmt genügend Bargeld mit auf die Perhentian Islands, denn es gibt dort tatsächlich keinen Geldautomaten. Kurzum mussten wir dann nochmal einen Taxifahrer engagieren, der uns zum Geldautomat in Kuala Besut brachte, um ordentlich Geld abzuheben, man weiss ja nicht was kommt. Man kann auf den Perhentian islands zwar in den Resorts, Restaurants und Tauchcentern auch immer mit Kreditkarte zahlen, aber für Taxiboote etc. braucht man eben doch noch Bargeld.

Nun Tickets gekauft und mit ca. 15 anderen Reisenden ab auf das Speedboat zur einstündigen Überfahrt. Wir haben uns für die große und ruhigere Insel (Pulau Pehentian Besar) und nicht für die kleinere Partyinsel (Pulau Perhentian Kecil) entschieden. Wie wir in anderen Malaysia Reiseberichten gelesen hatten kann die Überfahrt mit dem Speedboat bei entsprechendem Wellengang die Hölle sein. Wir hatten aber Glück und hatten völlig glatte See, so dass wir schon nach gut 55 Minuten am Steg auf Pulau Besar anlegen konnten.

Erstmal an den Strand setzen und eine Zigarette rauchen. Erstaunlicherweise war das Wetter auf einmal der Hammer. Am Festland war es noch diesig und bewölkt. Hier auf der Insel war jedoch keine einzige Wolke am Himmel. Der Wahnsinn. In der großen Bucht mit dem Steg wo wir angelegt hatten haben wir uns ein bisschen umgeschaut konnten jedoch keine schöne kleine Unterkunft mit einem kleinen Häusschen direkt am Meer finden. Deswegen charterten wir uns ein Taxi-Boat zur Flora Bay. Die Taxi-Boote auf den Perhentians sind nicht so günstig wie in Thailand, aber für ca. 10 Minuten Anfahrt und natürlich wieder die Abholung bezahlt man in etwa 5-7 Euro.

Flora Bay Perhentian Islands
Eine wundervolle, relativ große Bucht, Flora Bay mit einem riesigen sauberen und hellen Sandstrand. Am unteren Ende gibt es 3 Resorts mit einer Tauchschule. Diese waren aber mit den Holzhütten am Meer schon ausgebucht. Das große Resort mit einer Beton-Mauer zum Strand, wie kann man sowas nur machen??, war uns zu nobel und spiessig. Deswegen wieder Taxi-Boat und ab zur Bucht von Mama’s Place, worüber wir im Vorfeld schon so einiges gelesen hatten. Mama´s Place ist ein wunderbares Restaurant mit gutem Essen und tollen Bungalows direkt am Meer.

Perhentian Islands Resort / Hotel: Mama´s Place
Turtle Beach auf Perhentian IslandsÜber eine kleine Leiter kann man auch direkt morgens ins Meer einsteigen. Wir hatten den Bungalow direkt am Ende der Bucht, direkt vor einer kleinen Tauchschule. Eine geräumige Holzhütte mit abgetrenntem Bad einem großen Bett und großem Schrank. Natürlich hatten wir einen Ventilator, den man tatsächlich auch benutzen sollte. Die Hütte war nicht wirklich billig, aber wir standen ja noch am Anfang unserer Reise und wollten uns zu Beginn ein paar Tage Sun, Fun & Nothing To do gönnen. 35 Euro die Nacht haben wir bezahlt. Wie schon erwähnt wollten wir ja auch nur 2-3 Nächte dort bleiben und dann weiter in Richtung Borneo reisen.

Aber es kam alles anders 😉 Wir legten uns an einen wundervollen weissen Strand und genossen einfach nur die Sonne und die Ruhe auf den PI. Sowohl in Mamas Place als auch im Watercolors Restaurant kann man gut und günstig frühstücken, Mittagessen und natürlich abends auch Abendessen – mit frischem Fisch vom Grill. Red Snapper, frischer Tintenfisch – es ist wirklich alles dabei. Mama´s Place kann man wirklich ausnahmslos als Übernachtungsmöchglichkeit empfehlen. Am Ende der Bucht liegt ein toller weisser Strand mit dem bekannnten roten Steg vom Coral View Resort, welches natürlich sehr schön sein soll, aber wohl eher was für die Honeymooner ist, denn relativ hochpreisig. Aber die Bucht ist wirklich herrlich. Wir hatten, auf dem Weg mit dem Taxiboot zu unserem Lieblingsstrand, oftmals die Gelegenheit die schöne Bucht direkt vom Meer aus zu betrachten.

Watercolors Resort und Diving Centre
Da wir beide auch Open Water Diver sind, wollten wir am zweiten Tag natürlich auch unseren ersten Tauchgang machen. Wir buchten also im Perhentian Islands Diving Resort “Watercolors” einen Refresher-Kurs, um das gelernte nochmal aufzufrischen. Wir fuhren mit 6 Leuten plus unserer australischen Dive-Masterin in einem kleinen Boot raus und hatten nach ca. 20 Minuten Übungen auf einer 3 Meter tiefen Sandbank wirklich einen wundervollen Tauchgang. Von kleinen Nemos, riesigen Moränen und den guten alten Riesenschildkröten war hier wirklich schon alles dabei. Wieder am Beach angekommen gab es wie immer noch eine kleine Nachbesprechung, einen Kaffee und ein bisschen French Toast auf die Hand. Mit aller Mühe ging die Dive-Masterin mit uns das große Fisch-Buch durch, um auch ja jeden einzelnen Fisch, den wir gesehen hatten in unser Logbuch eintragen zu können.

Das Watercolors Resort hat auch günstige Unterkünfte von denen uns eigentlich nur Gutes berichtet wurde, incl. Free Wifi – sehr praktisch um die Weiterreise zu planen.

Pulau Pehentian Besar
Wie schon erwähnt wollten wir auf den Perhentians eigentlich nur 2-3 Tage bleiben, um dann weiter nach Pulau Tiamon oder direkt nach Borneo zu reisen. Letztendlich blieben wir auf dieser wunderbaren Insel ganze 7 Nächte, denn das Wetter war einfach nur der Hammer. Die restlichen Tage verbrachten wir eigentlich nur mit Tauchen, an einsamen Stränden rumhängen, oder der 1-stündigen Überquerung der Insel mitten durch den Dschungel zur Flora Bay. Alkohol – Bier, Rum und  Zigaretten bekommt man übrigens am besten an einer kleinen Bar hinter dem Watercolors Resort.

Nach 7 Tagen wurde das Meer abends ein bisschen wilder, worauf wir uns entschlossen haben, am nächsten Morgen wieder mit dem Speedboat zum Festland zurückzukehren. Dafür musste man nur bei Mama´s Bescheid geben, so dass die Jungs uns morgens früh dann wieder zur großen Bucht mit de mSteg brachten, wo wir auf das Speedboat umsteigen konnten. Dann gings wieder knapp eine Stunde nach Kuala Besut.

Nächste Station sollte dann direkt Kota Kinabalu auf Borneo sein, da uns ja nicht die Zeit für das Borneo-Abenteuer nicht flöten gehen sollte. Nach Kota Kinabalu kommt man am besten von Kuala Lumpur. Es fliegt auch ein Flieger von der Insel Pulau Tiamon im Südosten, wie wir später in Erfahrung bringen konnten. Aber Pulau Tiamon ist relativ schwierig zu erreichen. Nach Kuala Lumpur hätte man 3-4 Stunden mit dem Bus fahren müssen, was wir aus Zeitgründen aber nicht gemacht haben. Deswegen haben wir uns ein Taxi zurück nach Kota Bharu genommen und sind mit Air Asia wieder nach KL geflogen. Von dort gings dann wieder mit AirAsia direkt in 3,5 Stunden zur heimlichen Hauptstadt des malyischen Borneo´s Kota Kinabalu. Denkt bitte dran bei der AirAsia Online-Buchung Euer Gepäck mit anzugeben, denn wir ihr das Gepäck nicht mitbucht könnt Ihr dann am Schalter schön nachzahlen und das nicht zu knapp. Wir wissen wovon wir sprechen.

Zum Reisebericht Kota Kinabalu..oder zurück zur Übersicht Reisebericht Malaysia 2011.

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