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Reisebericht Cotopaxi: Ecuador

Besucht man Quito in Ecuador und hat man noch ein paar Tage extra Zeit eingeplant, dann lohnen sich Tagesausflüge in das Umland von Quito.

Wir haben zwei Tagesausflüge bei unserem Aufenthalt in Quito gemacht.

Die Mitte der Welt – „La Mitad del Mundo“

Als erstes sind wir zu „La Mitad del Mundo“ gefahren, dem Äquator Zentrum 30 km außerhalb von Quito. Hier sollen europäische Forscher als erstes die genaue Position des Äquators bestimmt haben. Erreicht haben wir das Monument mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Es gibt bestimmt auch geführte Touren von Quito aus, aber die sind sicher teurer und nicht unbedingt empfehlenswert.

Im Zentrum von La Mitad del Mundo steht ein großer Monolith mit Kugel auf der Spitze. Auf der Kugel werden die Himmelsrichtungen angezeigt und von Osten nach Westen verläuft eine rote Linie auf dem Boden, die den Äquator repräsentieren soll. Um den Monolithen herum gibt es noch eine Reihe von Häusern, die einem typischen Kolonialdorf nachempfunden sind. Hier kann man sich mit Souvenirs eindecken, etwas essen und auch verschiedene Ausstellungen ansehen.

Wer vorsichtig ist sollte sich ein rohes Ei für den Ausflug einpacken. Man kann nämlich am Äquator ein Ei so aufstellen, dass es sowohl auf der Kopfseite als auch auf der Hinterseite stehen bleibt ohne umzufallen. Wir haben es selber nicht geglaubt und waren dann entsprechend erstaunt als es geklappt hat. In weiteren Vorführungen, kann man sehen, dass Wasser auf dem Äquator ohne Strudel abläuft. Lässt man Wasser südlich des Äquators ablaufen entsteht ein Strudel im Uhrzeigersinn, nördlich des Äquators ein Strudel gegen den Uhrzeigersinn. Dazu muss man allerdings 250 Meter außerhalb von Mitad del Mundo zum „richtigen“ Äquator gehen, denn es hat sich im Zeitalter von GPS herausgestellt, dass die Forscher sich damals um gut 250 Meter verrechnet haben, und Mitad del Mundo heute daher an der falschen stelle steht.

Der Vulkan Cotopaxi

An einem anderen Tag sind wir 50 km außerhalb von Quito zum Vulkan Cotopaxi gefahren. Mit seinen 5897 Metern ist der Cotopaxi der zweithöchste Berg in Ecuador und einer der höchsten noch aktiven Vulkane. Der Cotopaxi ist soweit erschlossen, dass man über einen abenteuerlichen Pfad mit dem Auto bis auf 4600 Meter auf den Berg rauf fahren kann. Wir sind bis zum Fuße des Berges mit öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren. Von dort aus muss man bereit sein etwas mehr Geld als sonst auszugeben, denn man bezahlt für den Eintritt in den Nationalpark und wenn man nicht zu Fuß gehen möchte, muss man sich auch einen Führer mit Auto suchen.

Wir hatten zunächst vor einen Führer mit Auto zu mieten, aber das hat sich als schwieriger herausgestellt als zunächst angenommen. Es gab bei unserer Ankunft nur noch ein Auto und das war eigentlich schon belegt. Geschäftstüchtig wie Südamerikaner sind, hat er uns kurzerhand angeboten (oder fast dazu gedrängt) auf der Ladefläche des Wagens platz zu nehmen, natürlich zum vollen Preis. Wir hatten ein ungutes Gefühl und sind schnell wieder unter lautem Protest von der Ladefläche abgestiegen.

Stattdessen hat uns ein normaler Taxifahrer aus Quito, der Urlaub mit seiner Familie gemacht hat für einen erheblich günstigeren Preis angeboten mitzunehmen. Das wäre allerdings nicht möglich gewesen ohne Spanisch zu sprechen, deswegen sind Sprachkenntnisse so wichtig in Südamerika.

Die Fahrt war spannend aber wir sind hoch gekommen und konnten unterwegs wunderschöne Natur bewundern, und Lamas und Alpakas im freien fotografieren. Auf 4600 Metern angekommen sind wir sogar etwa 100 Meter den Berg hoch gestiegen. Ohne Höhentraining lassen sich aber immer nur wenige Schritte machen, bevor man wieder aus der Puste ist und halten muss. Ein großer Spaß war es trotzdem.

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