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Reisebericht Oslo / Norwegen

Oslo im Winter: Um eines gleich vorweg zu nehmen; Oslo im Winter ist echt eine Reise wert. In der Hauptstadt von Norwegen gibt es eine Fülle von Sehenswürdigkeiten, vielfältige kulturelle und kulinarischen Angebote und noch vieles mehr.

Flug nach Oslo

Geflogen sind wir mit Ryanair. Nicht zu empfehlen, denn der Flughafen liegt weit außerhalb von Oslo und ist nur schwer zu erreichen. Unser Tipp, lieber einen anderen Anbieter auswählen, der den Hauptflughafen Oslo Gardermoen anfliegt. Von dort gelangt man mit einem Schnellzug direkt in die Innenstadt. Kostet vielleicht insgesamt etwas mehr, aber Oslo sollte man sowieso lieber nicht besuchen, wenn einem das nötige Kleingeld fehlt.

Ich kann wenig zu Unterkünften in Oslo sagen, denn wir hatten das Glück bei einem befreundeten Pärchen wohnen zu können. Jugendherbergen und Hotels gibt es in Oslo genügend, ist wie immer alles eine Preisfrage. Durch Couchsurfing kann man an dieser Stelle bestimmt eine Menge sparen.

Tag 1: Spazieren im Schnee

Ein winterliches Oslo ist traumhaft, ganz und gar nicht vergleichbar mit einem verschneiten Köln. Bei minus 10 Grad strahlendem Sonnenschein und kalter, klarer Luft, sind wir am Samstag von der Tretschows Gate aus am kleinen Fluss „Akerselva“ entlang, bis in die Innenstadt gelaufen. Diese Strecke kann ich jedem nur empfehlen. Man hat kaum den Eindruck in einer Hauptstadt zu sein, so weitläufig und ruhig ist es um den Fluss herum.
Der Weg führt unter anderen durch den angesagten Stadtteil Grünerløkka. Bei Einheimischen ist dieser Stadtteil bekannt und beliebt für seine zahlreichen trendigen und gemütlichen Kaffees, Bars und Restaurants. Ob für einen wärmenden Tee nach einem Spaziergang im Schnee, oder einem ausgelassenen Abend mit Freunden – Grünerløkka hat uns super gefallen.

Anschließend sind wir auf der Haupt(einkaufs)straße von Oslo, der Karl Johanns Gate, bis zum Königsschloss gelaufen. Unterwegs kommt man am Brunnen „Spikersuppa“ vorbei, der im Winter zu einer Eisfläche für alle mutigen mit oder manchmal auch ohne Schlittschuhe umfunktioniert wird.

Am Nachmittag haben sich die Frauen verabschiedet um zu erkunden was Oslo an Shopping Erlebnissen zu bieten hat. Die Taschen waren voll, als wir uns am Abend wieder getroffen haben, also lässt es sich in Oslo gut einkaufen. Norweger, Frauen wie Männer, legen sehr viel Wert auf ihr Aussehen und das merkt man auch beim Shoppen. Wie unsere Gastgeberin erz ählt, kann man in Oslo Mode und Outfits kaufen, die in Deutschland erst eine Saison später in die Läden kommen.

Unser Gastgeber hat mir in der Zeit Oslo von hoch oben gezeigt. Dafür gibt es keinen besseren Aussichtspunkt als die Skisprungschanze von Oslo am Holmenkollen. Von oben hat man eine wunderbare Aussicht auf die Stadt und dem Oslofjord. Dabei kann man auch gleich mal einen Blick die Skisprungschanze runter wagen. Ich habe großen Respekt für alle, die sich diese Schanze runtertrauen und auch noch gesund und ein einem Stück unten ankommen.

Tag 2: Sonntag ist Langlauftag für Norweger

Sonntag haben wir gelernt warum Oslo auch die Naturhauptstadt genannt wird. Steigt man an einem Sonntag in die U-Bahn ein, dann trifft man im Winter bestimmt auf eine Person oder auch ganze Familien im Sportoutfit, mit Ihren Langlaufskiern in der Hand. Die kleinsten sind dabei bestimmt noch keine 5 Jahre alt. Kein Wunder, dass Norweger und Norwegerinnen so Schlank und fit wirken.

Alle Langläufer von Oslo versammeln sich schließlich in der U-Bahn Linie 1 und fahren bis zur Endstation Frognerseteren. Dort steigen alle aus, schnallen ihre Skier an und laufen los. Diese Station wurde extra gebaut, damit die Norweger aus der Stadt raus in die Natur kommen. Schon irgendwie verrückt aber sehr cool. Von hier aus kann man sogar ein Skigebiet fußläufig erreichen.

Wir sind von der Station aus etwa 500 Meter gelaufen und haben uns Schlitten ausgeliehen. Von der Verleihstation ging es auf eine Abfahrt speziell für Schlitten, auch bekannt als „Korketrekeren“. Auf 5 Kilometer geht es auf dem Schlitten anspruchsvoll und rasant den Berg runter mit vielen Kurven. So viel Spaß habe ich auf einem Schlitten noch nie gehabt. Das Beste ist: läuft man etwa 100 Meter kommt man zur Station Midtstuen und kann gemütlich mit der U-Bahn wieder zum Ausgangspunkt fahren. Grandios!

Ein Tag mit dem Schlitten auf dem Korketrekeren reicht aus, damit man abends müde und glücklich ins Bett fällt. Damit neigt sich ein tolles Wochenende dem Ende entgegen und wir treten am nächsten Morgen den Weg nach Hause an.

Oslo ist für ein Wochenende definitiv eine Reise wert. Uns hat besonders die einzigartige Verbindung zwischen Natur und Großstadtflair gefallen. Auch im Sommer soll die Stadt eine Reise wert sein. Wir sparen und freuen uns schon für unser nächstes Oslo Wochenende.

One thought on “Reisebericht Oslo / Norwegen

  1. Sina

    Schöner Erfahrungsbericht. Ich liebe ja Oslo und finde meistens einmal im Jahr die Möglichkeit dort ein Wochenende zu verbringen. Tolle Stadt.

    Ich kann im Gegenzug allerdings eine Airline empfehlen. Diese nennt sich SAS, eine skandinavische Fluggesellschaft, welche mehrmals täglich dort hin fliegt.

    Liebe Grüße

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