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Reisebericht Peru – Nasca Linien oder Lineas de Nazca

Fährt man vom Paracas Nationalpark auf der Panamericana weiter nach Süden, kommt man nach Nasca, einer Stadt mitten in einer ebenen, sandigen und heißen Landschaft gelegen. Bekannt ist Nasca unter Touristen für die weitläufigen Bodenzeichnungen und Linien auf der Ebene um Nasca herum.

 Sieht man diese Bodenzeichnungen aus der Luft, wundert man sich selbst heute noch, wie es für einen Menschen überhaupt möglich gewesen ist, Zeichnungen dieser Größe und Präzision zu erschaffen.

Nasca Stadt 

Wie während der gesamten Reise haben wir auch hier die Strecke zwischen beiden Orten mit einem Reisebus zurückgelegt. Leute die während einer Fahrt schlafen können, können sich vielleicht sogar eine Übernachtung sparen, wenn man über Nacht fährt. Nasca ist eine überschauliche Stadt mit etwas mehr als 20.000 Einwohnern. Die Stadt lebt mittlerweile hauptsächlich vom Tourismus und man findet hier Hotels und Hostels für alle Preisklassen und Wünsche. Wir sind in einem kleinen gemütlichen Hostel im Zentrum untergekommen. Die Stadt selber ist schnell erkundet. Wirklich interessant war die Besichtigung einer kleinen Produktionsstädte in der Stadt, in der Goldsucher das Gold aus Ihrer in den Bergen gesammelten Erde auswaschen.

Nasca Linien – Lineas de Nazca

Alle Touristen die nach Nasca kommen sind hier um die Bodenzeichnungen und Linien die „Lineas de Nazca“ zu sehen. Die meisten buchen einen kleinen Charterflug vom örtlichen Flughafen aus um die Linien aus der Luft betrachten zu können. Die Angebote für diese Flüge sind ziemlich standardisiert und auch preislich einheitlich gestaltet. Im Paket ist sogar ein Abholservice inklusive der einen am Hostel abholt und nach dem Flug auch wieder zurückbringt. Am Flughafen selber läuft alles sehr geregelt und organisiert ab. Es gab auch nur eine kurze Wartezeit.

Die Bodenzeichnungen aus dem Flugzeug zu betrachten ist wirklich einmalig. Wenn man dann bedenkt, dass diese Linien und Zeichnungen über 2000 Jahre Alt sind muss man umso mehr staunen. Mit dem Flugzeug fliegt man über eine ganze Reihe der Bodenzeichnungen. Wir haben immer zwei Kreise über einer Zeichnung gedreht, damit auch die Passagiere auf beiden Seiten einen guten Blick auf die Zeichnungen haben konnten. Hier hat sich für mich ausgezahlt, den Flug nüchtern anzutreten. Durch das viele hin und her fliegen ist mir ganz schlecht geworden und ich war froh nichts im Magen zu haben was hätte rauskommen können.

Cementerio de Chauchilla

Um Nasca herum gibt es neben den Nasca Linien auch weitere Überreste aus vergangenen Zeiten zu sehen. Wir haben daher noch einen Ausflug zu Grabstätten etwas außerhalb von Nasca gemacht, auch „Cementerio de Chauchilla“ genannt. Die Gräber sind im losen Sand gegraben worden. Durch die Trockenheit der Nasca Wüste und bestimmten Vorkehrungen bei den Begräbnissen, sind die Körper in den Gräber sehr gut erhalten geblieben. Bei manchen war sogar noch die Haut erhalten. Auch die Haare, die aus religiösen Gründen zu Lebzeiten nie geschnitten werden durften, waren noch erhalten. Hier haben die Rastafari vielleicht ihren Ursprung. Die Grabstätten sind aber auch oft von Grabräubern heimgesucht worden. Daher sieht man bei einem Spaziergang über das Gelände im losen Sand immer wieder kleine Knochenreste, Tonscherben oder Stoffreste aus ausgeraubten Gräbern liegen.

Hier haben wir auch Reisende getroffen, die an einem Bankautomaten Geld abgehoben haben und Falschgeld vom Automaten ausgezahlt bekommen haben. An dieser Stelle also der Hinweis immer einen Banknoten Prüfstift dabei zu haben und Geld immer nur abzuheben, wenn die Bankfiliale auch geöffnet hat. So kann man alle Geldscheine auf Echtheit prüfen und ggf. sofort in der Filiale reklamieren. Generell waren unsere Erfahrungen mit Bankautomaten und Banknoten während unserer Reise positiv. Außer diesem Erlebnis haben wir keine Probleme gehabt.

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