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Reisebericht Peru – Paracas Nationalpark und Islas Ballestas

Der nächste Stop unseren Tagen in Lima war der Nationalpark Paracas und die direkt daneben liegenden Islas Ballestas. Kürzere aber auch längere Strecken kann man in Peru gemütlich mit Reisebussen zurücklegen.

Die Busse sind günstig und sowohl in der ersten Klasse als auch in der zweiten Klasse gemütlich und mit genug Platz auch für große Leute.  Alle Sitze in den Bussen bieten die Möglichkeit den Sitz ganz zurück zu lehnen und die Füße auf Fußpolster auszuruhen. Um nach Paracas zu kommen fährt man mit dem Bus bis nach Pisco. An der Haltestelle wird man auch gleich von einer Reihe Taxifahrer empfangen, die laut ihre Dienste anbieten. Wir haben erstmal alles abgeblockt und uns zunächst einmal orientiert. Wenn der Bus weitergefahren ist und sich alle wieder etwas entspannt haben, kann man sich in Ruhe für einen vertrauenswürdigen Taxifahrer entscheiden. Wir haben uns bis zum Ortsteil El Chaco in Paracas bringen lassen, da es hier laut unseren Informationen die günstigeren Übernachtungsmöglichkeiten gibt. Nach kurzem Suchen haben wir dann auch einen vernünftige Unterkunft gefunden, mit einem Pinguin als Haustier. Hier hätte sich für eine bessere Unterkunft auch eine Vorreservierung gelohnt.

Es gibt in Paracas zwei Touren, die man machen kann oder sollte wenn man in der Gegend ist. Zum einen ist das ein Bootsausflug zu den Islas Ballestas und zum anderen ist das eine Tour mit dem Auto durch den Paracas Nationalpark. Hartgesottene können beide Touren an einem Tag machen. Wenn man aber die nötige Zeit hat, dann empfiehlt es sich, für jede der Zwei Touren einen Tag einzuplanen.

Die Islas Ballestas

Möchte man mit dem Boot zu den Ballestas Inseln fahren, reicht es am Morgen des Tages an dem man fahren möchte die Tour zu buchen. Nebel schränkt in den Morgenstunden oftmals die Sicht ein, der sich im Laufe des Nachmittags aber wieder verzieht. Die See ist Vormittags ruhiger als Nachmittags. Wir haben einen klaren Morgen gehabt und daher eine Vormittagstour gebucht.

Die Tour dauert etwa zwei Stunden und führt als erstes am “El Candelabro”  am „Kerzenleuchter“ vorbei, eine in den Sand gegrabene Formation in Form eines Kerzenleuchters. Die Archäologie geht davon aus, dass es sich auch um ein Abbild des San Pedro Kaktus handelt. Auch aus welcher Zeit die Formation im Sand stammt ist nicht ganz geklärt und es gibt mehrere Meinungen dazu. Verwunderlich ist die 50cm in den Sand gegrabene Formation, die trotz den windigen Bedinungen bis heute nicht verweht und mit Sand aufgefüllt worden ist.

Die Islas Ballestas sind ein Paradies für Naturfotografen. Es gibt hier viele verschiedene Vogelarten aber auch viele Roben und Seelöwen zu fotografieren. Nirgendwo auf der Erde leben mehr Vögel pro Quadratmeter als auf den Islas Ballestas auf der 700 Meter langen Hauptinsel leben bis zu 250.000 Vögel und etwa 200 verschiedene Vogelarten. Das Guano, die Vogelexkremente, wird auch alle zwei Jahre gesammelt und zu Dünger verarbeitet.

Paracas Nationalpark

Am Tag danach haben wir eine Tour durch den Nationalpark gemacht. Obwohl direkt am Meer gelegen, zählt die Region zu den trockensten Wüsten der Welt. Dementsprechend sandig und öde war die vegetation. Trotzdem gibt es in der Region bis zu 200 Tier- und Pflanzenarten; ein fragiles Ökosystem. Der erste Stop war die „El Cathedral” (Die Kathedrale) eine Sandsteinformation im Meer, die durch ein Erdbeben 2007 zum großen Teil zerstört wurde. Mittags haben wir an einem kleinen Dorf mit einigen Restaurants und einem kleinen Strand halt gemacht und zwischendurch immer wieder angehalten um Vögel, Seelöwen und sogar Flamingos aus nähe und Ferne zu betrachten. Im Nationalpark gibt es auch viele verschiedene Buchten und Strände, die zum Verweilen einladen, wenn man nicht mit einer Tour unterwegs ist.

An diesem Tag habe ich die Wichtigkeit von einer ordentlichen Sonnenbrille am eigenen Leib erfahren. Den ganzen Tag in sengender Sonne und Sand zu verbringen ist sehr anstrengend für die Augen ohne eine gescheite Sonnenbrille. Da wird man kreativ um sich vor der Sonne zu schützen. Insgesamt war das für uns ein kurzer aber sehr schöner Aufenthalt.

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