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Reisebericht Salvador de Bahia

Ich weiss nicht, ob ich einfach ein besonders gutes Händchen für Krisenstädte besitze, oder einfach nur Pech, aber kurz bevor mein Flug Richtung Brasilien ging, fingen Polizeiproteste in Salavdor de Bahia an, die dafür sorgten, dass sogar das auswärtige Amt vor einem Besuch warnte. Täglich wurden ca. 25 Menschen bei Straßenschießereien ermordet und Einheimische trauten sich kaum noch vor die Tür. Was soll ich sagen, mein Flug war gebucht und die Gegend um mein Hostel herum schien sehr touristisch und damit auch sicher zu sein.

 

 

 

Party im Che Lagarto Hostel

Mein Hostel in Salvador: Che Lagarto in Praia de Barra

 

Generell ziehe ich es ja vor, nicht in Hostels und dann schonmal gar nicht in Hostelketten zu schlafen. Für Brasilien (eigentlich fast ganz Südamerika), kann man die Che Lagarto Hostels allerdings wirklich empfehlen. Zu den großen Vorteilen in Salvador gehörten ein Shuttle Service vom Flughafen (der zwar mit 80R völlig überteuert, wenn man aber mitten in der Nacht am Flughafen ankommt einfach nur unabdingar ist), ausreichendes Frühstück, Schließfächer mit Steckdosen, saubere Bäder und Live Musik und Parties fast jeden Abend. Die Anbindung an die Stadt und die meisten Sehensüwrdigkeiten war auch in Ordnung und in der Nähe gibt es ein großes Shopping Center, in dem man natürlich alles kriegt, was man braucht. UND natürlich der Strand direkt vor der Tür, den man auch von der schönen Sonnenterasse aus genießen kann. Ein idealer Ort also, um die ersten Tage in Brasilien zu verbringen und vor allem wenn man alleine unterwegs ist, Kontakte zu Mitreisenden zu knüpfen.

 

Meinen ersten Tag in Salvadro vebrachte ich mit einem gemütlichen Spaziergang, bei dem ich mich von einem Örtchen zum nächsten treiben ließ und dabei einen recht guten Überblick über die Stadt bekam.

 

 

Da ich mich die meiste Zeit an sehr touristischen Plätzen, wie zum Beispiel dem Hafen und den Elevador Lacerda (der berühmte Aufzug, der Ober- und Unterstadt verbindet) und im afrikanischen Einwandererviertel Perlourinho aufhielt, hatte ich auch nicht das Gefühl, durch die zur Zeit statt findenden Unruhen bedroht zu sein. Im Gegenteil zeigte sich Salvador genau von der Seite, wie ich mir Südamerika im Allgemeinen vorgestellt hatte. Afrikanische Jungs, die auf der Straße Capoeira tanzen, in Trachten gekleidete Frauen, die an Straßenständen essen verkaufen, viele bunte Häuser und aus jeder Seitengasse klingen Trommelklänge von den Sambagruppen, die sich auf die große Show an Karneval vorbereiten. Ich entschied mich dazu, Karneval ganz klassisch in Rio zu feiern, von vielen Seite hörte ich allerdings, dass der Karneval in Salvador der beste Karneval in ganz Brasilien sein soll. Nach den Parties zu urteilen, die ich in der kurzen Zeit in Salvador mitbekam, kann ich mir das übrigens sehr sehr gut vorstellen.

 

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