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Sardiniens Südküste: Einsame Strände im September

Nach Mallorca’s Süd-Ostküste, Portugal’s Algarve, Monaco in Südfrankreich und Yucatan in Mexiko sollte es uns diesen September 2014 mal nach Sardinien verschlagen – znd zwar ganz runter an die Südküste Sardiniens bei Costa Rei. Der erste Urlaub mit Baby (2 Monate alt), eine spannende da ungewisse Angelegenheit, zumindest im Vorfeld. Sardinien stand schon immer auf unserer Reisezielliste für Ende September, da Wetter und Wassertemperatur hier noch perfekt sind und vor allem die Hauptsaison schon gut 3-4 Wochen vorbei ist. Sardinien wurde uns vielerseits wegen weisser Sandstrände und karibikfarbendem Wasser empfohlen. Vorweg, uns wurde nicht zuviel versprochen. Das Meer und die Strände sind absolut karibisch und unbedingt empfehlenswert. Die Italiener sind komisch, aber auch das ist ja keine Überraschung. Die Nebensaison macht sich bei der Essensauswahl in den Supermärkten, Restaurants und Beachbars sehr bemerkbar. Frische Lebensmittel sind da teilweise mangelware. Ansonsten ist hier Ende September wirklich nicht viel los. An den großen Stränden verläuft es sich hier sowieso alles. So dass man sich seltenst gestört fühlt.
Strandurlaub mit Baby
Kofferpacken ist für Frauen sowieso in der Regel ja schon eher ein Problem als für Männer. Für Mütter potenziert sich das ganze nochmals, so zumindest meine Erwartungshaltung im Vorfeld. In der Realität am Vorabend unserer Reise angekommen, war ich jedoch sehr überrascht wie problemlos alles geschah. Der eigene Koffer war schnell vollgepackt. Der kleine Trolley fürs Handgepäck dann mit Babysachen vollgestopft. Die Wickeltasche ist eh immer gleich gut gepackt, ready. Zudem kann man im Normalfall in Italien ja auch alles kaufen, Pampers, Baby-Sonnencremes, Baby-Sonnenhut, Sonnenschirm und und und.
Urlaub mit Baby
Anreise: Flug nach Cagliari
Gebucht haben wir Germanwings Köln-Cagliari. 2 Erwachsene und ein Baby (kostet 15 Euro, unverschämt), welches bei einem auf dem Schoss Platz nimmt. Zusätzlich haben wir einen Kinderwagen als Gepäckstück mit gebucht. Der Kinderwagen bekommt beim checkin ein Verladeaufkleber, genau wie die Wanne. Die Wanne haben wir übrigens noch mit Klamotten voll gemacht, dann mit einem Bettlaken überzogen und mit Paketklebeband verpackt. So kommt nix dran an das gute Stück und man kann sogar noch was reinpacken – genau wie die Geissens das immer mit ihren Luxuskarrossen machen, wenn diese nach Miami verschifft werden. Das Kinderwagengestell, samt Maxi Cosi nimmt man dann mit bis zum Boarding, so dass das Baby problemlos hier im Maxi Cosi weiterschlafen kann. Das ist sehr praktisch. Für den Flug muss man das Baby auf dem Arm halten. Für Start und Landung gibt es einen kleinen Anschnaller für das Baby…sowohl Start als auch Landung haben bei uns gut funktioniert, da unser Baby gepennt hat und dabei praktischerweise am Schnuller gezogen hat. Somit war der Druckausgleich dann offensichtlich kein Problem. Nach Landung Klamotten abgeholt, dann in Cagliari am Flughafen zu den chaotischen Mietwagen-Verleih…ausser Problemen mit meiner Visa-Karte (wie immer) alles geklappt, allerdings länger als eine Stunde in der Schlange gewartet…dann ab zum Ferienhäuschen in Villasimius – eine gute Stunde vom Flughafen entfernt Richtung Costa Rei. Die Strasse war gut voll im Mittagsverkehr.
Ferienhaus Sardinien: La Conchi
La Conchi ist eine nagelneue Ferienhaussiedlung zwischen Villasimius und Costa Rei gelegen. Die Siedlung befindet sich am Hang eines Berges gelegen mit direkter Sicht auf das 2,5 km entfernte Mittelmeer.
Die 44 Ferienhäuser sind alle baugleich und bestehen jeweils aus einem Schlafhaus mit zwei Schlafzimmer und jeweils Duschbad mit WC, einer grossen Terrasse in der Mitte und einem Wohnhaus mit Wohnbereich, Küche und Haushaltsraum. Die Ausstattung ist hochwertig und sehr geschmackvoll. Der Gemeinschaftspool ist auch nett angelegt, haben wir aber so gut wie nicht benutzt. Wir haben uns hier mit 2 Paaren und Baby sehr wohlgefühlt. Auch unser Service-Ansprechpartner war sehr nett und hat uns umgehend den versprochenen Grill besorgt. Wifi war leider nicht, wie in der Ausschreibung beschrieben, vorhanden. Ohne Mietwagen oder natürlich eigenes Auto macht die Unterkunft allerdings keinen Sinn, wegen der Hanglage.
Sardinien’s Top Strände
Cala Sinzias
Cala Sinzias
Direkt vor unserer Haustür von unserem Feriehaus bei Costa Rei ‘La Conchi’ gelegen. Ein riesiger – mindestens 3km langer wilder Strand, super breit, 4 Beachbars und tollem türkisblauem Wasser – zudem nix mehr los zu dieser Jahreszeit. Super schön, auch morgens zum Sonnenaufgang – beispielsweise beim Joggen im Urlaub oder wahlweise ein bisschen Yoga (nix für mich).
Spiaggia di Porto Giunco
Am Hafen von Villasimius direkt links abbiegen. Am Salzsee dann rechts vorbei bis zum Pinienparkplatz. Die Cala Giunco ist in jedem Reiseführer unter den Top 3 der schönsten Strände Sardiniens gelistet. Vor allem oben vom Berg mit der Turmruine hat man auch einen fantastischen Blick über den langen weissen Strand mit kristallklarem Wasser und dem Salzsee im Hintergrund. Wir waren jedoch ein bisschen enttäuscht, da es sehr überfüllt und auch sehr windig war. Meckern auf hohem Niveau 🙂
Spiaggia Santo Stefano
Aussichtsturm Sardinien
Dieser teils steinige Strand liegt an einem ehemaligen Steinbruch “Cava Usai” und ist normalerweise wenig besucht. Das Wasser ist besonders klar und für Fotografen eignet sich die alte Turmruine auf dem Berg im Hintergrund besonders gut. Anfahrt am besten über Villasimius, am Yachthafen vorbei bis die Asphaltstrasse endet. Dann 200m fussweg in die Bucht runter. Für Bewegungslustige kann man auch von der Cala Giunco ca. 40 Minuten durch die Dünen wandern. Ein Abstecher bei der Leuchtturm-Ruine lohnt sich immer, allein für das Foto.
Piscina Rei: Costa Rei
In Costa Rei beginnt ein riesiger, wunderschöner Sandstrand mit ausreichend Platz und tollem türkisblauem Wasser. Wir sind zwei Kilometer weitergefahren bis zu einem grossen Parkplatz direkt hinter einer kleinen Beachbar, um dem Touristen-Trubel zu entgegen. Dies kann trotz Nebensaison hier in Costa Rei durchaus passieren.
Costa Rei Sud
Auch im Touristendorf gibt es einen ultraschönen Sandstrand mit tollem Wasser und einigen Felsen – bestens geeignet als Foto-Motiv. Nicht nur die Strand-Bar Roger Rabbit ist hier auch noch Anfang Oktober überlaufen. Nix für uns, viel zu touristisch. Baby fands auch doof – hat nur geschrien 🙁
Cala Pira
Cala Pira
Woow – eine für sardische Verhältnisse kleine Bucht mit schneeweissem Sand, seichtem kristallklaren Wasser und einer netten Beachbar. Perfekt für Schwimmer, da das Meer wie ein riesiger Swimming-Pool dort liegt. Anfahrt, zwischen Costa Rei und Villasimius gehts links ab an einem riesigen Stein mit der Aufschrift “Cala Pira”. Diese Bucht gehört eindeutig zu meinen Top-5 Stränden weltweit, die ich bisher gesehen habe. Bedingungslose Empfehlung, auch für Reisende mit Baby, da weitestgehend windstill.
Spiaggia San Giovanni
Südlich von Muravera gehts rechts ab zum Strand, vorbei an einem Salzsee. Der Strand ist riesig und mega-lang. Als wir da waren sehr windig und dsmit bestens geeignet zum Kite-Surfen. Auch die Beach-Bars sollen hier klasse sein.
Cala Monte Turno
Am letzten Tag packte Jessi nochmal der Entdeckergeist und wir fuhren nicht wie geplant zur Cala Sinzias, sondern eine Stichstrasse weiter zur Monte Turno – quasi auch direkt bei uns vor der Haustür. Gut so. Eine wahrlich traumhafte Karibische Bucht mit türkis-grünem Badewannenwasser , Felsen links und rechts, einer kleinen netten Beachbar und fast nix mehr los. Ein Traum, vor allem für einen letzten Tag an den schönsten Stränden in Sardinien’s Südosten.

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