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Semporna auf Borneo: Das Tor nach Sipadan

Weiter geht´s mit unserem Malaysia / Borneo Reisebericht. Diesmal mit dem Bericht aus Semporna, einem kleinen Städtchen im Norden von Borneo. Semporna ist vor allem bekannt, da es der Startpunkt für alle Sipadan-Taucher ist. Nach der knapp 3 Stündigen Busfahrt kommen wir am frühen Mittag endlich am Busbahnhof von Semporna an. Wie auch schon die zwei Wochen zuvor, strahlt uns die warme Juni-Sonne entgegen und wir sind gespannt, was uns Semporna und speziell das so hoch angepriesene Tauchgebiet „Sipadan“ zu bieten hat. Kaum aus dem Bus gestiegen, werden wir von verschieden „Werbern“ der dort ansässigen Reisagenturen und Hotels belagert. Wir entschließen uns kein Taxi zu nehmen und machen uns zu Fuß auf den Weg, immer der Hauptstrasse entlang (es gibt eigentlich nur eine, die direkt vom Busbahnhof durch die Stadt in Richtung Hafen führt) um uns einen Überblick zu verschaffen. Semporna ist bunt, laut und trotzdem total nett. Man merkt sofort, dass es sich hierbei, um eine Stadt handelt, in der sich alles ums Tauchen dreht.
Semporna in Borneo
Semporna auf BorneoIn einer kleinen Bar, die zu einer Ortsansässigen Tauchschule gehört, erfahren wir, dass wir uns entweder am besten eine Unterkunft auf einer der vorgelagerten Inseln suchen, oder aber Tauchtripps von Semporna aus buchen können, die täglich durch die verschiedenen Tauchschulen organisiert werden.
Sollten wir uns, für eine der Insel entscheiden, findet man die dazugehörigen Travelagency (ohne funktioniert hier ansonsten nichts) am Hafen.
Also machen wir uns zunächst auf den Weg zum Hafen, um hier dann zu erfahren, dass wir zwar auf einer der Inseln (Mabul oder Kapalai) unterkommen können, aber, dass wir keine Genehmigung bekommen, um im Sipadan Nationalpark zu tauchen, da die Taucheranzahlen beschränkt sind (100 Taucher am Tag) und diese Genehmigungen Monate vorher gebucht werden müssen. Zunächst sind wir etwas enttäuscht und überlegen trotzdem uns auf Mabul oder Kapalai in einem der Water-Bungalows einzubuchen. Aber Preisleistung, scheint uns nicht zu stimmen und bei einer kurzen Internetrecherche, stellen wir fest, dass die Bewertungen, für die uns angebotene Anlage super schlecht sind (Ratten im Bungalow!!!). Etwas enttäuscht, laufen wir mit samt Rucksack zurück in die Stadt und quatschen noch mal mit einigen Tauchlehrern. Ein super netter Engländer empfiehlt uns, für eine paar Tage, auf einer kleineren Insel (das Inselarchipel von Sipadan besteht tatsächlich nicht nur aus den 3 Inseln Sipadan, Mabul und Kapalai, sondern hat noch viel mehr zu bieten) einzuquartieren, und danach, die Tauchtripps von Semporna aus zu starten. Er empfiehlt uns die Insel Pom Pom Island und erklärt uns, welche Agentur am Hafen dafür zuständig ist. Bevor wir, wieder den Fußmarsch zum Hafen antreten, beschließen wir, zumindest eine Nacht in Semporna zu bleiben, da eine Überfahrt am späten Nachmittag, auf eine der kleinen Insel keinen Sinn mehr machen würde bzw. gar nicht mehr möglich ist.
Hotel in Semporna / Borneo
Semporna Party der TauchschuleDirekt ums Eck, befindet sich das Hotel Sipadan Inn. Preis/ Leistungsverhältnis scheint für uns zu passen und so buchen wir uns für eine Nacht dort ein. Das Hotel war super sauber, die Zimmer recht großzügig und das Personal freundlich. Also passt alles.
Nachdem wir unsere Klamotten endlich abgeladen haben, machen wir uns erneut auf den Weg zum Hafen und wir werden diesmal nicht enttäuscht. Die super nette und aufgedrehte Malaysierin, die für die Insel Pom Pom Island zuständig ist, organisiert uns für den nächsten Morgen ein Schnellboot, das uns vom Hafen aus, auf die Insel bringen soll. Auf der gesamten Insel, befindet sich ausschließlich das Pom Pom Island Resort und die Bilder sehen paradiesisch aus. Leider ist, die kleine Insel, nicht die günstigste Alternative, aber nach langem hin und her und anlässlich meines anstehenden Geburtstages, beschließen wir, dass wir uns drei Tage einfach mal ein “bisschen” Luxus gönnen 😉
Abends finden wir gegenüber der Tauchschule, in der dazu gehörigen Bar endlich mal wieder Live-Musik und es gibt „Cuba Libre“. Gegen 03:00 Uhr fallen wir verschwitzt, „leicht“ betrunken und voller Vorfreude auf Pom Pom Island ins Bett.
Pom Pom Island – eine gute Alternative zu Sipadan
Hier könnt Ihr den vollen Reisebericht Pom Pom Island lesen…
Zurück in Semporna
Am frühen Abend kommen wir wieder an Sempornas Hafen an und beschließen, dass wir diesmal eine Nacht im Seafast Hotel unmittelbar am Hafen unterzukommen, da man uns gesagt hat, hier gebe es einen Pool auf dem Dach des Hotels, mit einer tollen Aussicht. Preislich ist das Hotel sogar noch erschwinglicher, als das Sipadan Inn. Das Zimmer, dass wir beziehen, ist wesentlich einfacherer ausgestattet, als das des Sipadan Inn, aber alles da und sauber und den Badespass, den wir anschließend auf dem Dach des Hotels im Pool haben, ist unbezahlbar.
Am frühen Abend buchen wir für den nächsten Tag einen Tagestripp mit drei Tauchgängen und Verpflegung. Das Tauchgebiet hört sich toll an und wir freuen uns, endlich wieder Tauchen zu können. Da unserer letzter Tauchgang auf den Perhentian Islands mittlerweile 2 Wochen zurückliegt. Am Abend buchen wir außerdem noch unseren Rückflug vom Tawau Airport nach KL, da wir uns dazu entschieden haben, die letzten Tage, auf der Insel Pulau Tioman (Ostküste Malaysia) zu verbringen. Danach begeben wir uns recht fix ins Bett, da wir am nächsten Morgen schon wieder gegen 07: 00 Uhr morgen auf der Matte der Tauchschule stehen müssen.
Tauchen in Sipadan
Tauchausflug SipadanUm 06:00 Uhr (was für eine unmenschliche Uhrzeit) klingelt der Wecker unbarmherzig und wir begeben uns samt unserer Rucksäcke in die Tauchschule. Jemand hatte uns den Tipp gegeben, dass die Tauchschule, für sehr wenig Geld, Transporte zum Flughafen organisiert. Und so lautet unserer erste Frage, an diesem Morgen, ob sie uns auch einen dieser Transporte organisieren könnten. Die Tauchlehrerin erklärt uns, dass es unproblematisch sei, dass sie uns allerdings nicht tauchen lassen könne, wenn wir am Abend noch fliegen würden.
Uns fällt alles aus dem Gesicht und wir stellen uns selber die Frage, wie wir nur so blöd sein konnten, diese Tatsache nicht zu bedenken. Sie bietet uns an, dass wir allerdings trotzdem mit aufs Boot könnten, um dann wenigstens zu schnorcheln, während die anderern tauchen gehen. Meine Laune ist natürlich im Keller…trotzdem entscheiden wir uns, dann wenigstens den Schnorcheltripp mitzunehmen. Auf dem Boot ändert sich meine Laune auch erst, als wir endlich im Wasser sind, und wir trotz „nur schnorcheln“ tolles Wasser und Korallen, um uns herum haben.
Zwischen den einzelnen Tauch- (Schnorchel-) Gängen, gibt es leckere frische Früchte und Reis mit Gemüse und Fisch. Vor dem letzten Tauchgang, halten wir vor einer kleinen, verlassenen Insel, die wir über eine lange, weiße Sandzunge betreten. Die Insel ist superschön und alleine für dieses Stopp hat sich der Tripp schon gelohnt. Bevor die Ebbe eintritt, werden wir alle wieder zurück ins Boot gepfiffen, da es sonst problematisch wird, die Insel, für die nächsten Stunden wieder zu verlassen.
Gegen 16 Uhr kommen wir wieder in Semporna an. Fazit: Der Tripp war letztendlich trotzdem super schön, nur wir wären natürlich trotzdem lieber getaucht.
Eine der Tauchlehrerinnen bietet uns netter Weise an, dass wir im, zur Tauchschule gehörigen Hostel, schnell duschen können, bevor es dann auch schon zum Flughafen geht. Generell muss ich sagen, dass wir von der Hilfsbereitschaft der Tauchschule und von dem Service sehr angetan waren! Also, solltet ihr Semporna einen Besuch abstatten, könnt ihr Euch vertrauensvoll an die Tauchschule “Scuba Junkies” mitten in Semporna wenden.
Sipadan Flughafen: Tawau
Eh wir uns versehen, sitzen wir dann auch schon im Flieger nach KL und ich bin etwas wehmütig, dass unserer Zeit auf Borneo schon wieder rum ist. Wir beschließen, dass das nicht unser letzter Besuch auf Borneo gewesen sein soll und überlegen während des Fluges schon, was wir beim nächsten Besuch noch bereisen möchten, denn der indonesische Teil Borneos soll angeblich auch seinen Reiz haben 😉
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