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Sukau Rainforest: Borneo

Nach der Besteigung des Mount Kinabalu und ein 2 Tagen Strand-Pause in Kota Kinabalu machten wir uns auf den Weg in den Dschungel auf Borneo. Von Kota Kinabalu mit dem Billigflieger nach Sandakan Airport auf die westliche Seite von Sabah. Nach knapp 1 Stunde Flug landeten wir auf dem kleinen Flughafen und dachten wir wären eigentlich schon da wo wir hin wollten, aber dem war leider nicht so.Wir wollten nach Sukau einem kleinen Örtchen mitten im Dschungel von dem man angeblich die schönsten einsamen Dschungel-Trips machen kann, so hatten es die Reiseberichte erzählt. Die Orang Utan Farm liessen wir außen vor, da wir gehört hatten, dass es zwar ein tolles Erlebnis ist die Menschenaffen in ihrer freien Umgebung zu sehen, aber wir auch garantiert nicht die einzigen Touristen sein würden, schon gar nicht am Wochenende. Somit charterten wir ein Taxi am Flughafen und sagten ihm wir wollen nach Sukau – zum Festpreis natürlich. Der arme Taxifahrer war nicht sonderlich begeistert von dieser Idee, später wussten wir auch warum.
Sukau Rainforest in Borneo
Es war sehr weit und vor allem bischissen zu fahren. Nach 2,5 Stunden und dem Passieren von gefühlten 200 riesigen Schlaglöchern in den Strassen – amerikanische Weltuntergangs-Erdbeben-Filme lassen grüßen, kamen wir dann in dem kleinsten Dorf an, welches wir auf unserer Reise sehen würden. Wir waren uns nicht sicher, ob das tatsächlich Sukau war, aber es war Sukau. Wir hatten noch keine Unterkunft, es war dunkel, der Taxifahrer hatte kein Bock mehr auf uns. Aber wir hatten einen Plan, wir wollten zur Sukau Greenview Lodge (Bed &Breakfast), da uns das als preiswerte Lodge direkt am Fluss mit tollen Dschungel-Trips angepriesen wurde. Also durch das Dörfchen durchgefahren und ganz am Ende, sehr abgelegen kamen wir endlich an. Das Personal war direkt sehr freundlich und für knapp 20 Euro pro Person, nicht billig eigentlich, buchten wir ein Doppelzimmer mit Frühstück, Mittagessen und Abendessen. Die Zimmer hatten getrennte Betten und waren soweit sauber, jedoch ohne jeglichen Komfort, aber was solls, wir sind schliesslich im Dschungel. Für den Moonshine-Trip waren wir leider zu spät, so dass wir noch bis zum Morgen mit dem ersten Boat-Trip warten mussten.
Dschungel-Trips
Am nächsten Tag wollten wir alle drei Dschungel-Trips unbedingt mitnehmen. Morgens früh, Mittags- und den Moonshine-Trip. Und es war phantastisch. Der junge Guide hatte zwar ein wenig gekifft, glauben wir, aber hat seinen Job super gemacht und niemals aufgehört nach den schönsten Tieren Borneos Ausschau zu halten. Die eindrucksvollsten Tieren die wir aus unmittelbarer Nähe gesehen haben:

  • Hornbill
  • Makaken
  • Orang Utans (in der wirklich freien Wildbahn)
  • Pytons
  • Krokodile
  • Nasenaffen

Vor allem die Affen hatten es uns natürlich angetan. In den kleinen Flussläufen gab es kleine Hängebrücken, die besetzt waren mit hunderten von Affen. Mit dem Boot konnte man also wunderbar unter den Brücken herfahren und die Affen aus nächster Nähe beobachten. Genauso natürlich die Orang Utans und Nasenaffen, die man in den Baumwipfeln  beobachten konnte. Nicht ganz so toll war unsere Begegnung mit der Riesen-Python. Beim Moonshine-Trip fuhr der Guide mit dem Boot so nah an den Felsen mit der Python ran, dass sie quasi schon bei uns im Boot drin lag – ich hasse Schlangen.
Nun denn, das Essen in der Lodge war sehr sehr lecker und immer frisch zubereitet. Alles in allem können wir die Sukau Greenview Lodge wärmsten empfehlen für alle die einsame Dschungel-Touren erleben möchten. Mit dem Privat-Taxi, welches uns die Besitzer der Lodge organisiert hatten wurden wir dann am nächsten Morgen 1 Stunde zur nächsten Kreuzung gefahren, wo stündlich ein Bus in Richtung Semporna anhält. Dem war auch Gott sei Dank so. Der Bus war voll und stinkig, dafür aber super billig. 2,5 Stunden später waren wir endlich in Semporna, dem Ort vor dem Tauchparadies Sipadan.

One thought on “Sukau Rainforest: Borneo

  1. Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Finke

    Für alle, die versuchen, die Reste des Südostasiatischen Regenwalds zu schützen, sind solche dümmlichen Reiseberichte lächerlich von vorn bis hinten. Da fliegt man, möglichst mit dem Billigflieger, der in seinem Kerosin auch noch große Anteile an Palmölen verarbeitet, an ein exotisches Ziel, fährt mit einem Taxi über Erschließungspisten an endlosen Palmöl-Plantagen zu seinem Dschungelrest und hofft auf ein paar zoologische Reste einer ehemals reichen Biodiversität. Am Schluss ist man froh, in seinem Tauchparadies anzukommen.
    Für jeden, der ernsthaft am südostasiatischen Regenwald interessiert ist, ist so etwas an Oberflächlichkeit und touristischer Blödheit nicht mehr zu übertreffen. Von den Problemen der Dayak, die seit Jahrtausenden in kleinen Hütten im Regenwald leben, der nun ohne sie groß zu fragen über ihren Köpfen abgeholzt wird, erfährt man nichts. Die allergrößte Vielfalt der dortigen Biodiversität geht ohnehin am Hirn und an den Augen vorbei.
    Informieren Sie sich! Zum Beispiel auf http://www.parosphromenus-project.org Da geht’s um kleine Fische, die dort vom Aussterben bedroht sind, aber eben auch um den Regenwald und die Menschen, die dort entwurzelt werden.

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