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Uluru und Kata Tjuta

Mitten im Dezember, das heißt Hochsommer, in die Wüste zum Uluru? Jeder hat mir davon abgeraten – zu heiß, zu viele Fliegen, ist ja nur ein Stein etc. Trotzdem wollte ich unbedingt hin und so entschied ich mich für eine eintägige Tour. Alle Anbieter sind gleich teuer – so viel stellte ich sofort fest. Für eine 1-Tages-Tour all inclusive zahlt man $225. Die 3-Tages-Tour kostet da mit $325 nicht viel mehr… Ich entdeckte auf der Homepage des Haven Backpacker Hostels das Angebot, dass man 1 Nacht Unterkunft gratis bekommt, wenn man die Tour (organisiert von Emu Run) über sie bucht. Ich zahlte also für zwei Nächte inklusive Frühstück und Airport Shuttle nur $24. Das Hostel hat mir sehr gut gefallen – es ist sauber, die Zimmer haben en suite Dusche und WC, zum Frühstück gibt’s unlimitiert Tee, Kaffee, Toast und Marmelade (nicht so wie in Cairns limitiert auf 2 Scheiben) und es ist nicht weit zum Shopping Centre (Coles und Woolies ist vorhanden). Einzig lästig ist, dass man sich Kochgeschirr an der Rezeption gegen Pfand ausleihen muss – aber das ist wohl der einzig erfolgreiche Weg gegen schwindendes Küchenequipment. Die Tour mit Emu Run startete am nächsten Morgen um 6 Uhr. Ich wurde vom Bus direkt vor dem Hostel abgeholt und gleich mit einem Frühstück versorgt. Hungrig sollte ich auf dem Trip nicht werden, wie sich später herausstellte. Nachdem alle Passagiere abgeholt worden waren, ging es los ins Outback. Bis zum Uluru sind es gute 5 Stunden Fahrzeit von Alice Springs. Langweilig wurde es aber nicht – dafür sorgten die zwei Reiseführer, die viele Geschichten, Witze und Fakten erzählten. Und immer wieder ging irgendwas zu Essen durch: Gummibärchen, Zuckerl, Mittagessen (Sandwich, Kuchen, Müsliriegel), Lamingtons, Tonnen an Obst (Wassermelonen, Äpfel, Orangen) etc. Bevor es zum Uluru ging, fuhren wir zu den Kata Tjutas (oder Olgas). Dort unternahmen wir eine ungeführte Wanderung in die Schlucht. Die Farben sind gigantisch – rote Felsen, grün-gelbes Gras, blauer Himmel.

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Danach fuhren wir ins Visitor Centre, in dem man sich mehr über die Bedeutung des Uluru informieren kann. Und schließlich zum Uluru selbst. Wir machten zwei kurze Wanderungen entlang des Uluru (hinaufklettern sollte man aus zwei Gründen nicht: 1. Die traditionellen Besitzer des Uluru, nämlich ein Aborigine-Mob, bittet es nicht zu tun; 2. Es ist ziemlich gefährlich. Ich habe den „Pfad“ gesehen, der hinaufführt, und ich kann mir nicht vorstellen, dass dort freiwillig jemand hinauf will… Am Base des Uluru gibt es sowieso viel die interessanteren Dinge zu sehen. Es gibt unzählige Höhlen und natürliche Risse im Felsen, die für die Aborigines hinterlassene Geschichten der first creatures waren. Unsere Reiseführer erzählten uns diese Geschichten anhand der Risse (und man kann die Figuren wirklich sehen (wenn man weiß, was es sein soll)) – natürlich nur die „Kinderversion“, denn die wirklichen Geschichten sind streng geheim und werden nur Eingeweihten verraten. Trotzdem war es unglaublich spannend und faszinierend, wie alle Risse irgendwie zueinander passten, eine Geschichte bildeten und Sinn machten. Spätestens jetzt war der Uluru für mich nicht mehr nur ein Felsen. DSC02493_Snapseed Den Abschluss des Tages bildeten ein kurzer Fotostopp auf einem Hügel, von dem man Ausblick auf die Kata Tjutas und den Uluru hat, und dann ein Barbecue-Abendessen mit Würstchen und Salaten vor dem Uluru bei Sonnenuntergang. Beeindruckend! DSC02539_Snapseed Dann ging es wieder zurück nach Alice Springs, wo wir um ca. halb eins am Morgen ankamen – ein langer Tag also. Aber unbedingt empfehlenswert!!! Für mich eines der größten Highlights meiner Australienreise. Und das spannendste ganz zum Schluss: Wie war denn nun das Wetter? Ich hatte wohl den einzigen kühlen Tag im Hochsommer 😉 Höchsttemperatur war 27°C und zwischendurch regnete es immer wieder leicht. Trotzdem perfekt! So waren die Fliegen nur mäßig vorhanden und man musste nicht dauernd nach Schatten suchen. Ich hatte also wirklich Glück!

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