VonUnterwegsGesendet.de

Work And Travel Australien: Die Vorbereitung

Anfang 2012 arbeitete ich seit fast einem Jahr bei Axel Springer Media Impact als Anzeigenberaterin. Eine Arbeitskollegin von mir war wie ich 30 und kurz davor, ein Kind zu bekommen. Sie hatte ihr Leben eigentlich anders „geplant“ und wollte eigentlich ein Jahr Work and Travel in Australien machen.
Im Hinterkopf hatte ich eigentlich auch oftmals den Gedanken, für eine längere Zeit ins Ausland zu gehen, aber wie es oftmals ist – „Ach, jetzt bin ich in einer Ausbildung, ach, jetzt bin ich grad mal in Berlin angekommen und fühl mich wohl hier…“. Unser Gesprächsthema führte mich allerdings zu der Info, dass es solang man sich im 30. Lebensjahr befindet, total einfach ist, ein Work And Holiday-Visum über’s Internet zu beantragen. Es geht später wohl auch irgendwie, ist aber komplizierter. Mein Geburtstag ist im Dezember, ich hatte also grade eben das Jahr Zeit für die Planung, was man sich auch dafür nehmen sollte! Und ich beschloss, dass ich das mache, eh es nie dazu kommt und ich es später evt. bereue. Meine Absichten sind perfekt Englisch zu lernen, dass ich danach bessere berufliche Chancen habe und gleichzeitig was von der Welt zu sehn. Australien, weil: Englisch sprechend, schönes Wetter und mir von der Mentalität her sympathischer als Amerika.

Work and Travel Vorbereitung

Man denkt ja nicht, was es da so alles zu organisieren, bedenken und zu tun gibt. Der erste Schritt ist die Beantragung des Visums im Internet („First Working Holiday Visa“). Das Ausfüllen dauert so um die 20 Minuten und ich kam dort mit meinen Englischkenntnissen und einem Online-Übersetzer problemlos durch. Es dauerte bloß ca. drei Tage, bis ich eine Antwortmail erhielt. Das war schon das Visum! Ich dachte, es sieht aus wie eine Art Zertifikat, aber es ist lediglich ne einfache Mail, die neben vielen Hinweisen eine persönliche „Visa Grant Number“ enthält. Man muss allerdings in Australien damit noch zu einem Einwanderungsbüro/„Immigration Office“, um ein Vermerk im Reisepass zu bekommen. Der Reisepass ist auch auf der „To-Do-Liste“ in Deutschland. Wird beim zuständigen Einwohnermeldeamt beantragt, es dauert ca. 6 Wochen, bis er erstellt ist. Ich habe gleichzeitig einen internationalen Führerschein beantragt. Es heißt, dass es im Zweifelsfall besser ist, als mit dem deutschen Führerschein in Australien unterwegs zu sein. Man sollte sich, falls irgendwas verloren gehen sollte, Kopien von wichtigen Unterlagen ziehen. Ich habe sie für mich mitgenommen und auch meinem Vater Kopien da gelassen. Außerdem habe ich, falls in Deutschland irgendetwas persönlich zu entscheiden oder zu unterschreiben ist, für ihn eine Vollmacht geschrieben. Alle Verträge (Internet, Telefon usw.) müssen natürlich in Deutschland zum geplanten Abflug-Zeitpunkt gekündigt werden.
Flugbuchung
Die Flugbuchung hab ich über reisebine.de gemacht, weil das wie ich das entdecken konnte, die einzige Möglichkeit war, ein Open-Return-Ticket über Internet zu buchen. Ich habe mich nicht weiter mit individuellen Alternativen der Flugbuchung beschäftigt und bin aber denke ich mit 1246 Euro für Hin- und Rückflug inklusive einer Reiserücktrittsversicherung ganz gut klargekommen. 23 kg Gepäck waren erlaubt, hieß immer mal wieder abwiegen und –wägen, was mitnehmen, was doch eher nicht. Es war auf jeden Fall eine gute Entscheidung, einen Laptop und eine anständige Kamera zu kaufen. Weiterhin benötigt man eine Auslandskrankenversicherung, die je nach Versicherung jährlich im Voraus, halb- oder vierteljährlich oder monatlich bezahlt werden kann. Ich habe die monatliche Zahlung bei der HanseMerkur gewählt. Auslandskrankenversicherungen versichern leider grundsätzlich keine Vorerkrankungen. Sie sind also dafür da, wenn man sich ein Bein bricht, Fieber bekommt oder Ähnliches.
Work and Travel ohne Organisation
„Das Projekt Work and Travel“ hab ich insgesamt selbst, also ohne eine Organisation geplant und würde es auch immer wieder so machen. Man spart mehrere hundert Euro, die die Organisation kassieren würde, aber viel mehr als ein gutes Gefühl bietet sie sonst auch nicht. Aber wer das Geld hat und wem das gute Gefühl sehr wichtig ist – Meistens wird auch die australische Steuernummer beantragt (welche man benötigt, um bei den Jobs nicht soviel Geld durch eine andere Berechnung zu verlieren???), man bekommt eine Telefonkarte, Zugänge zu irgendwelchen Jobportalen und manchmal wird die Kontoeröffnung erledigt. Man bekommt das aber in kurzer Zeit alles auch selbst hin. (Es folgt demnächst ein Artikel „Die ersten Tage Down Under – Was zu tun ist“)

One thought on “Work And Travel Australien: Die Vorbereitung

  1. Barbara Prochnow

    Ich kann mich noch genau an den Tag erinnern, als mein Brüderchen mir am Telefon berichtete: Mein Fischi will nach Australien. Ich wußte gleich….das packt die Kleene. Immerhin bist du eine der wenigen Menschen die ich kenne, die auch das durchziehen was sie sich in den Kopf gesetzt haben. Ich freu mich schon jetzt auf deinen nächsten Artikel……Alles Liebe Babs.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *